Die Bank of America hat ihre Finanzberater angewiesen, sich aus dem Hedgefonds des einflussreichen US-Finanzinvestor John Paulson zurückzuziehen. Aus Sicht der Bank sind Paulsons Anlagevehikel wegen zahlreicher Wetten auf illiquide Investments zu risikoreich geworden.

Die Bank of America untersagte auch, weiteres Geld dort zu investieren. Dies geht aus einem Brief hervor, den die Nachrichtenagentur Reuters einsehen konnte. Paulson wurde durch seine erfolgreiche Wette auf einen Zusammenbruch des US-Immobilienmarkts bekannt.

Bei Syngenta eingekauft

Paulson & Co hat nun unter anderem darauf gesetzt, dass Puerto Rico seine Schuldenkrise überwinden wird. Das hoch verschuldete US-Territorium konnte Anfang des Monats eine fällige Anleihezahlung jedoch nicht begleichen.

Zudem hat die Firma auch auf Griechenland gewettet sowie auf Fusionen in der Pharmabranche. Erst vor wenigen Wochen hat sich der Milliardär Insidern zufolge beim Schweizer Agrarchemiekonzern Syngenta eingekauft, an dem der US-Rivale Monsanto interessiert ist.

81 Millionen abgezogen

Nun zieht die Bank of America allein bei dem Advantage Fonds von Paulson 81 Millionen Dollar ab, wie eine mit dem Vorgang vertraute Person sagte. Dieser Fonds verwaltet 2,5 Milliarden Dollar.

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Die «New York Times» hatte zunächst über die Anweisung der Bank of America berichtet. Eine Sprecherin von Paulson wollte sich nicht dazu äussern.

(sda/dbe/chb)