Der Schweizer Vermögensverwalter Julius Bär hat sich einem Insider zufolge im Zuge des Fifa-Skandals von einem Kundenberater getrennt. Dieser habe das Institut verlassen, nachdem die Korruptionsaffäre bei dem Weltfussballverband im Mai vergangenen Jahres ans Licht gekommen war, sagte eine mit den Vorgängen vertraute Person.

Es sei bislang der einzige Mitarbeiter, der seinen Stuhl in dem Zusammenhang räumen musste. Die Bank wollte sich dazu nicht äussern.

Verdacht der organisierten Kriminalität

Die Bank Bär hatte im Juni erklärt, sie habe im Zusammenhang mit dem Korruptionsskandal beim Weltfussballverband eine interne Untersuchung eingeleitet - allerdings ohne Details zu nennen. Die USA ermitteln bei der Fifa wegen mutmasslicher organisierter Kriminalität, Geldwäsche und Bestechung.

In der Schweiz untersuchen die Behörden, ob bei der Vergabe der WM-Turniere 2018 an Russland und 2022 an Katar Fifa-Funktionäre bestochen wurden. Sie gehen dabei auch den Zahlungsströmen mutmasslicher Bestechungsgelder über Schweizer Konten nach und haben im Zuge dessen rund 80 Millionen Dollar auf 13 Bankkonten eingefroren.

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(reuters/chb)