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Bank Coop rentierte im schwierigen 2015 besser

Bank-Coop-Filiale: Gute Zahlen in einem schwierigen Jahr. Keystone

Die Bank Coop konnte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr behaupten. Während der Umsatz leicht sank, stieg der Gewinn. Für 2016 wird ein ähnliches Ergebnis erwartet.

Veröffentlicht am 04.02.2016

Die Bank Coop hat im vergangenen Jahr einen Geschäftsertrag von 243,6 Millionen Franken erwirtschaftet. Damit lag sie um 4 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Der Jahresgewinn stieg hingegen um 2 Prozent auf 44,6 Millionen Franken. Im Zinsengeschäft lag der der Netto-Erfolg um 2 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Zwar nutzte die Bank Coop das tiefe Zinsniveau, um fällige Pfandbriefdarlehen und eine nicht erneuerte Obligationenanleihe zu tieferen Kosten zu refinanzieren.

Dennoch sank der Netto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft im Vergleich zum Vorjahr, wie die am Donnerstag publizierte Jahresrechnung zeigt. Denn im Vorjahr waren Sondereffekte angefallen wie die Auflösung von Wertberichtigungen, die das Ergebnis nach oben gedrückt hatten.

Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft gibt nach

Um 8 Prozent gab das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft nach. Es wurde dadurch belastet, dass die Bank seit Mitte 2014 sämtliche Retrozessionen an die Kunden weitergeben muss. Ohne diese Umstellung wäre ein Erfolg etwa auf Vorjahresniveau erreicht worden, wie die Bank mitteilte.

Trotz der Negativzinsen sei das Vorjahresergebnis im Kerngeschäft um 3 Prozent übertroffen worden. Im kleineren Handelsgeschäft sanken die Erträge ferner wegen des starken Frankens. Die Neugelder haben im vergangenen Geschäftsjahr um 296,4 Millionen Franken zugenommen. Die Kundeneinlagen stiegen um 2,6 Prozent auf 11,8 Milliarden Franken.

Zurückhaltung bei Hypothekenvergabe

Im Hypothekargeschäft hingegen vermeldet die Bank Coop ein Wachstum unter dem Markt, weil sie bei der Vergabe von Neuhypotheken vorsichtshalber zurückhaltend geblieben sei. Das Hypothekarvolumen nahm um 0,7 Prozent auf 13,7 Milliarden Franken zu. Mit 96 Prozent haben die Hypotheken den grössten Anteil am Kreditgeschäft.

Nicht alle haben die Veränderungen bei der Bank Coop mitgemacht: 249'391 in der am Donnerstag publizierten Jahresrechnung 2015 ausgewiesene Kunden bedeuten einen Rückgang um 3,1 Prozent. Die Kunden-Vermögen blieben derweil in der Summe fast stabil.

Personalbestand gesenkt

Der Personalbestand sank zudem um 11,3 Prozent auf 455 Angestellte - zwecks konzerninternen Synergien waren rund 50 Stellen an die Basler Kantonalbank (BKB) verschoben worden, der die Bank Coop gehört. Der Geschäftsaufwand stieg dennoch wegen Investitionen und Vorjahres-Sondereffekte um 3,9 Prozent auf 158,5 Millionen Franken.

Negativzinsen der Schweizer Nationalbank hingegen schlugen nicht zu Buche, da die Bank Coop solche dank ihrem Liquiditätsmanagement vermeiden konnte. Für das angelaufene Geschäftsjahr erwartet die Bank eine ähnliches Ergebnis wie 2015. Sie geht davon aus, dass die Negativzinsen erhalten bleiben und dass sich der Konkurrenzkampf im Hypothekarmarkt weiter verschärft.

(sda/gku/ama)

 

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