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Unruhe
Bank Hottinger: Schon wieder neuer Chef

Bank Hottinger: Seltsame Personalrochaden.   hottinger.ch

Die Zürcher Bank Hottinger kommt nicht aus den Turbulenzen heraus: Nach wenigen Monaten bekommt das Institut schon wieder einen neuen Chef.

Veröffentlicht am 28.09.2014

Die von Genf aus geführte Zürcher Bank Hottinger kommt nicht zur Ruhe. Erst im April hatte sie mit Nicolas de Ziegler einen neuen Chef erhalten, nun ist dieser schon wieder weg. Das bestätigt Präsident Jean-Claude Roch gegenüber der «Schweiz am Sonntag».

De Ziegler habe das Unternehmen verlassen, man setze auf einen Mann aus den eigenen Reihen. Weshalb de Ziegler nach nur wenigen Monaten schon wieder ging, sagt Roch nicht. De Ziegler kam Anfang Jahr zu Hottinger. Zuvor hatte er für diverse Banken in Genf gearbeitet. Auf der Website der Bank Hottinger wird bereits René Reichlin als neuer Bankchef aufgeführt, wenngleich ein entsprechender Eintrag im Handelsregister noch fehlt.

Bussen aus US-Steuerprogramm

Bankpräsident Roch erklärt dies damit, dass der Gewährsbrief der Finanzmarktaufsicht noch unterwegs sei. Das sei aber eine Formalie. Auch im Verwaltungsrat der Bank hatte es zuletzt verschiedene Wechsel gegeben. Roch, der sich als unabhängigen Verwaltungsrat bezeichnet, hatte das Präsidium erst Ende 2013 übernommen. Von den sechs Verwaltungsräten stiessen vier innerhalb der letzten 10 Monate ins Gremium.

Zuletzt wurde Paul Hottinger im Juli neu in den Verwaltungsrat gewählt. Kurz zuvor hatten die Aktionäre über einen Kapitalschnitt 12 Millionen Franken eingeschossen. Unter anderem, um Bussen aus dem US-Steuerprogramm bezahlen zu können.

(chb)

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