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Bank Linth schlägt sich erfolgreich

Bank Linth: Hat 2015 den Nettogeldzufluss verdoppelt. Keystone

Trotz einem anspruchsvollen Jahr 2015 hat die Bank Linth ihren Gewinn um 2,6 Prozent gesteigert. Im Verwaltungsrat kommt es derweil zu einer Rochade.

Veröffentlicht am 16.02.2016

Die Bank Linth hat im Geschäftsjahr 2015 bei einem gehaltenen Ertrag den Gewinn gesteigert. An die Aktionäre soll eine unveränderte Dividende von 8 Franken je Anteilsschein bezahlt werden. Für die Zukunft zeigt sich das Management zuversichtlich.

«Die Rahmenbedingungen waren 2015 nicht zuletzt aufgrund des Frankenschocks anspruchsvoll», sagt in der Medienmitteilung Georges Knobel, Präsident des Verwaltungsrats. Dennoch blicke die Bank auf ein gutes Jahr zurück.

Rückläufiges Zinsengeschäft

Der Geschäftsertrag betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 87,2 Millionen Franken und liegt damit gemäss Mitteilung «exakt» auf dem Vorjahresniveau. Dabei verringerte sich der Nettoerfolg des Zinsengeschäfts, das gekennzeichnet war durch enge Margen und stark gestiegene Zinsabsicherungskosten, um 2,4 Prozent auf 60,2 Millionen. Rückläufig um 2,6 Prozent auf knapp 18,0 Millionen war auch der Erfolg im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft. Dagegen stieg der Erfolg des Handelsgeschäfts um 16 Prozent auf 6,5 Millionen Franken. Der übrige ordentliche Erfolg nahm um knapp 70 Prozent auf 2,6 Millionen zu.

Der Geschäftsaufwand erhöhte sich nur leicht um 0,4 Prozent auf 56,4 Millionen Franken. Darin eingeschlossen ist eine ausserordentliche Zahlung an das US-Justizministerium von 3,8 Millionen nach Beilegung des Steuerstreits. 2,0 Millionen konnten dabei durch bereits gebildete Rückstellungen gedeckt werden. Der Personalaufwand nahm um 3,3 Prozent auf 31,1 Millionen ab. Das Aufwand-Ertrags-Verhältnis verbesserte sich auf 62,7 Prozent von 64,3 Prozent.

Unter dem Strich resultierte ein Jahresgewinn von 20,5 Millionen, was einer Steigerung von 2,6 Prozent entspricht.

Nettoneugeldzufluss fast verdoppelt

Die Bank wuchs sowohl bei den Kundenausleihungen, als auch bei den Kundengeldern. Erstere legten um 3,2 Prozent auf 5,38 Milliarden zu und überschritten damit erstmals die Marke von 5 Milliarden. Dabei stiegen die Hypothekarforderungen um 3,3 Prozent auf 5,2 Milliarden.

Die Kundengelder erhöhten sich um 7,1 Prozent auf 4,22 Milliarden. Der Netto-Neugeldzufluss belief sich auf 348 Millionen. Damit wurde der Vorjahreswert von 181 Millionen fast verdoppelt. Insgesamt verwaltete das Institut zum Jahresende Kundenvermögen (AuM) im Umfang von 6,48 Milliarden, was einer Steigerung von 3,4 Prozent entspricht.

Die Bilanzsumme belief sich Ende des Jahres auf 6,29 Milliarden Franken und lag damit 7,3 Prozent über dem Vorjahresbetrag. Die anrechenbaren Eigenmittel nach beantragter Gewinnverwendung verstärkten sich um 3,6 Prozent auf 432 Millionen. Der Eigenmitteldeckungsgrad konnte auf 158,8 Prozent gesteigert werden (VJ 156,4 Prozent).

VR-Präsident tritt zurück

Mit Blick auf die Gesamtwirtschaft geht die Bank Linth von einem anforderungsreichen Jahr 2016 aus. Voraussagen zu den Erträgen sowohl im Zinsen- als auch im Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft seien in der aktuellen Situation schwierig, heisst es weiter. Die Bank Linth blicke aber zuversichtlich in die Zukunft.

Im Verwaltungsrat der Bank Linth kommt es ferner zu einer Rochade. VR-Präsident Georges Knobel tritt an der Generalversammlung 2016 nach zwölf Amtsjahren aus dem Verwaltungsrat zurück. Als sein Nachfolger wird Verwaltungsrat Ralph Peter Siegl vorgeschlagen. Zudem stellt sich Beatrix Frey-Eigenmann als neues Mitglied in das Aufsichtsgremium zur Wahl.

(awp/cfr(ise)

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