Sogar die Privatbank Notenstein, die im Rahmen von Facta einen grossen Aufwand betrieb und kein aktives US-Geschäft betreibt, stösst im Rahmen der Fatca-Überprüfung auf vereinzelte Kunden mit Amerika-Bezug.

Wie Recherchen der «Handelszeitung» zeigen, ist die Raiffeisen-Tochter in den letzten Monaten auf knapp zwei Dutzend Kunden gestossen, bei denen ein US-Bezug vorliegt. Als Indiz dafür gelten eine Telefonnummer oder eine Adresse in Amerika, der Geburtsort in den Vereinigten Staaten oder eine kürzlich erfolgte Auswanderung nach Übersee.

Notenstein meint es ernst

Die Privatbank rechnet mit einer Handvoll Fälle, die bei der Prüfung übrig bleiben werden und welche die Bank den USA anonymisiert melden muss. Dies unter dem neuen Fatca-Abkommen, das alle Schweizer Banken per Ende Juni erstmals umsetzen müssen.

Die US-Steuerbehörden können nach der Meldung in Bern mittels Amtshilfe die Offenlegung der betroffenen Kunden beantragen. Für Notenstein-CEO Adrian Künzi hat Fatca trotz dem «sehr grossem Aufwand» Vorteile. «Fatca ist für uns in dem Sinne positiv, da es bestätigt, dass wir es ernst meinen mit unseren restriktiven US-Bestimmungen», meint der Privatbanken-Chef.

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