Die Genfer Bank Reyl ist in Paris zu einer Busse von 1,875 Millionen Euro verurteilt worden. Sie habe als ein «Instrument für die Verschleierung von Guthaben» des ehemaligen französischen Budgetministers Jérôme Cahuzac gedient, so das Gericht.

Das Gericht folgt bei der Busse wegen Geldwäscherei dem Antrag der Anklage, allerdings kann die Bank Reyl weiterhin in Frankreich tätig bleiben. Die Staatsanwaltschaft hatte auch ein Verbot jeglicher Bankentätigkeit in Frankreich gefordert.

Ex-Minister: monatelang gelogen

Ebenfalls bestraft wird der Bankier François Reyl. Er ist zu einer bedingten Gefängnisstrafe von einem Jahr und zu einer Busse von 375'000 Euro verurteilt worden.

Der ehemalige französischen Budgetminister Jérôme Cahuzac hatte der Bank Reyl die Verwaltung eines geheimen Kontos im Ausland anvertraut. Er hatte den Besitz des Kontos 2013 zugegeben, nachdem er zuvor monatelang die Öffentlichkeit belogen hatte.

(awp/afp/chb)