Die Bank Sarasin hat am Montag Beschwerde gegen die «Weltwoche» beim Presserat eingereicht. Wie die Bank mitteilte, moniert sie die fehlerhafte Berichterstattung über die Verletzung des Bankgeheimnisses durch einen ehemaligen IT-Mitarbeiter der Bank.

Die Wochenpublikation habe ihre journalistischen Pflichten in «verschiedener Hinsicht erheblich verletzt und dabei die Schädigung der Reputation der Bank Sarasin sowie des zu Unrecht als Quelle angegebenen Kundenberaters in Kauf genommen».

Die «Weltwoche» überprüfte gemäss der Bank nicht nur ihre einzige Quelle ungenügend, sondern ignorierte in der Ausgabe vom 5. Januar bewusst Informationen und Kontakte zur Bank. Diese hätten der Wochenzeitung eine vorgängige Berichtigung der fehlerhaften Berichterstattung erlaubt. In folgenden Ausgaben habe das Blatt darüber hinaus Berichtigungen unterlassen.
Zum Inhalt der Beschwerde nehme die Bank keine weitere Stellung, heisst es im Communiqué weiter.

(rcv/aho/sda)