Die Bank Syz will ihre prall gefüllte Kasse für Zukäufe nutzen. «Wir sind ein Konsolidator, nicht ein Verkäufer», sagte Firmenchef Eric Syz im Interview mit Reuters. In Frage komme sowohl eine Stärkung des Private Bankings als auch des Asset Managements. Die Genfer Bank habe im laufenden Jahr drei Kaufkandidaten angeschaut, im vergangenen Jahr zwei. Zu einem Abschluss sei es aber nicht gekommen, weil die Ziele seine Qualitätsvorstellungen nicht erfüllt hätten, sagte der Firmenmitbegründer. «Wir haben nur einen Ruf, und den wollen wir nicht gefährden.»

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Keine Altlasten

Viele Schweizer Banken haben noch beträchtliche unversteuerte Gelder in ihren Büchern. Diesen Instituten drohen Bussen aus den USA und europäischen Ländern. Wer eine solche Bank kauft, muss möglicherweise die Busse schultern und einen Reputationsschaden in Kauf nehmen. Das will Bank Syz, die eigenen Angaben zufolge keine Altlasten hat, vermeiden. «Wir sind sehr vorsichtig, weil wir uns nicht die Probleme eines anderen einhandeln oder lösen wollen», erklärte Syz, der über 92 Prozent der Aktien an der Gesellschaft hält. Interesse hat die Bank vor allem an Vermögen von europäischen und lateinamerikanischen Kunden.

Massiv überkapitalisiert

«Für Zukäufe können wir 100 bis 200 Millionen Franken aufwenden», erklärte Syz. Dafür muss die Bank nicht einmal an den Kapitalmarkt gehen. «Wir sind massiv überkapitalisiert.» Das Institut verfüge über Eigenmittel von 450 Millionen Franken und viel mehr Kapital als von den Regulatoren gefordert.

(reuters/chb)