Bei der Bank Vontobel brummen die Geschäfte. Der Schweizer Vermögensverwalter sammelte im vergangenen Jahr 6,2 Milliarden Franken an neuen Geldern ein, wie er am Mittwoch mitteilte. Damit übertraf das Zürcher Institut die Markterwartungen deutlich. Rund lief es vor allem im Geschäft mit Fonds und professionellen Anlegern. Etwas zurückhaltender waren die vermögenden Privatkunden.

Das Wachstum schlug sich auch im Gewinn nieder. Unter dem Strich verdiente Vontobel 134,5 Millionen Franken, zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Analysten hatten allerdings mit 143 Millionen Franken gerechnet. Vom Überschuss sollen auch die Anleger profitieren. Vontobel will die Dividende um knapp ein Fünftel auf 1,55 Franken je Aktie anheben.

Wachstum in starken Märkten

Vontobel-CEO Zeni Staub ist erfreut über das Ergebnis. Er sieht im überraschend hohen Zufluss von Neugeldern nicht nur das Kundenvertrauen in seine Bank gestärkt, sondern fügt an, dass die Kundenstruktur für weiteres Wachstum sorgen werde: «Rund 40 Prozent der betreuten Kundenvermögen stammen aus den USA und den Emerging Markets und damit aus den wachstumsstarken Regionen.»

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Vontobel habe das organische Wachstum in den Fokusmärkten gezielt vorangetrieben. «Die Fronteinheiten in der Schweiz, in Deutschland und in Asien wurden auf aktuell 170 erfahrene Kundenberater ausgebaut», heisst es. Der Netto-Neugeldzufluss korreliere dabei weitgehend mit den regionalen Neuanstellungen, stamme er doch im Wesentlichen aus dem Schweizer Heimmarkt, Deutschland, Asien und den USA.

Währungsturbulenzen kein Problem

Die Bank könne die Wechselkursverschiebungen nach der Aufgabe der Euro-Untergrenze durch die Schweizer Notenbank gut auffangen, erklärte Vontobel. «Das zeigt sich an der Entwicklung der Vermögensbasis», schreibt die Bank. Die Kundenvermögen sind die wichtigste Ertragsbasis von Vontobel. Ende Januar 2015 beliefen sich die betreuten Kundenvermögen auf 128,5 Milliarden Franken gegenüber der durchschnittlichen Vermögensbasis von 124,3 Milliarden Franken im Jahr 2014. Dieser Wert liegt drei Prozent über dem Jahresdurchschnitt 2014. «Damit und aufgrund des ansprechenden Geschäftsganges blickt die Bank im Januar 2015 zuversichtlich ins neue Jahr», heisst es im Communiqué.

(reuters/ise/me)