Die Bank Vontobel hat im vergangenen Jahr einen leichten Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Unter dem Strich verdiente das Geldhaus 122,3 Millionen Franken. Das ist 1 Prozent weniger als im Vorjahr 2012.

Das Ergebnis sei respektabel, teilte Vontobel in einem Communiqué mit. Denn das Resultat sei durch bedeutende einmalige Kosten in Höhe von 20,7 Millionen Franken nach unten gezogen worden. Zu Buche schlugen hier die Schliessungen von verlustreichen Niederlassungen in Österreich, Mailand und Dubai.

Aktienkurs fällt

Das  Ergebnis ist dennoch schwächer, als die Anleger erwartet hatten. Die Titel des Vermögensverwalters büssten am Freitag in einem festeren Markt 3,2 Prozent auf 33,55 Franken ein und entwickelten sich damit schlechter als der Schweizer Branchenindex.

Zu beachten ist dabei, dass das Steuerabkommen mit Grossbritannien und die Teilnahme am Programm der Schweizer Banken zur Beilegung des Steuerstreits mit den USA einmalige Kosten verursacht haben. Dies trieb den Geschäftsaufwand um 11 Prozent auf 695,9 Millionen Franken in die Höhe.

Kosten mehr gesteigert als erwartet

Damit fiel die Steigerung der Kosten grösser aus, als die Bank die Erträge steigerte. Der gesamte Betriebsertrag kletterte um 10 Prozent auf 849,3 Millionen Franken. Dabei nahmen vor allem die Kommissions- und Dienstleistungserträge als Haupteinnahmequelle der Bank um ein Fünftel auf 596,3 Millionen Franken zu. Dagegen sank der Erfolg aus dem Handelsgeschäft um 5 Prozent auf 198,9 Millionen Franken. Der Zinserfolg schrumpfte um 7 Prozent auf 48,3 Millionen Franken.

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Insgesamt flossen der Bank per saldo Neugelder von 9,1 Milliarden Franken zu. Das sei ein neuer Rekord, schrieb Vontobel. Die Kundenvermögen der Bank stiegen um 9 Prozent auf 163,1 Milliarden Franken.

(sda/chb/me)