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Steuerstreit
Bank Wegelin: IRS verlangt nach Kundendaten

Bank Wegelin: Jetzt nimmt die IRS die Kunden der Privatbank ins Visier. (Bild: Keystone)

Die IRS fordert im «Fall Wegelin» nach Namen. Deshalb hat die US-Steuerbehörde ein Amtshilfeverfahren eingeleitet, um an die Kundendaten der Privatbank zu kommen.

Veröffentlicht am 14.06.2013

Die US-amerikanische Steuerbehörde IRS hat nun offenbar auch im Fall der Bank Wegelin ein Amtshilfegesuch zum Erhalt von Kundendaten eingereicht. In den vergangenen Wochen seien die amerikanischen Kunden der St. Galler Bank darüber informiert worden, dass sie Gegenstand eines solchen Gesuches seien, heisst es in einem Artikel der «NZZ». 

Wie in früheren Fällen stünden auch hier Kunden im Fokus, die vom IRS des «Steuer- oder Abgabebetrugs» verdächtigt würden. Entsprechend dem Bericht sollen Wegelin-Kunden, die zwischen 2002 und Ende 2012 als wirtschaftlich Berechtigte bei einer Vermögensverwaltungsgesellschaft eingetragen waren, der Bank bis im Juni erlauben, dass die Eidgenössische Steuerverwaltung EStV die Daten direkt an den IRS schicken könne oder aber einen Bevollmächtigen benennen. 

Nach dem UBS-Fall, dem Amtshilfegesuch im Fall Credit Suisse im vergangenen Jahr und demjenigen bei Julius Bär vor gut zwei Wochen ist dies nun die vierte Gruppenanfrage der USA. Wegelin hatte letztes Jahr das Nicht-US-Geschäft an die Raiffeisengruppe verkauft.

(awp/muv/jev)

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