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Korruption
Bank Wegelin: US-Justiz will Auskunft über Nigeria-Deals

Die Frau von Nigerias Ex-Vizepräsident Atiku Abubakar bekam Geld von Wegelin-Konten. (Bild: Keystone)

Die Privatbank Wegelin steht nicht nur im Steuerstreit im Visier der US-Justiz. Die Amerikaner haben den Verdacht, dass über Wegelin-Konten auch Bestechungsgelder geflossen sein könnten.

Von Olivia Kühni
am 09.01.2013

Die US-Behörden haben die Privatbank Wegelin seit Jahren nicht nur wegen des Steuerstreits auf dem Radar. Sie hegen den Verdacht, dass über drei Wegelin-Konten Bestechungsgelder für den früheren nigerianischen Vizepräsidenten Atiku Abubakar transferiert worden sein könnten.

Das US-Justizdepartement stellte deshalb im Mai 2009 ein Rechtshilfegesuch an das Berner Bundesamt für Justiz. Das Bundesamt bestätigt dies gegenüber der «Handelszeitung». Das Verfahren sei «noch nicht abgeschlossen».
 
Auf die drei Konten stiessen die US-Ermittler im Rahmen des Siemens-Korruptionsfalls. Der Industriekonzern überwies 2001 und 2002 rund 2 Millionen Euro auf ein amerikanisches Konto von Jennifer Abubakar, der Frau des Ex-Politikers.

Auf dasselbe Konto traf regelmässig auch Geld unter anderem von den Wegelin-Konten ein. «Die Ermittler vermuten, dass viele dieser anderen Zahlungen ebenfalls Bestechungsgelder waren», heisst es in dem Rechtshilfegesuch.

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