Commerzbank-Chef Martin Blessing zieht bei der Kapitalerhöhung seiner Bank voll mit. «Ich werde meine Bezugsrechte komplett ausüben», sagte der Manager dem Wall Street Journal Deutschland.

Aktuell hält der Vorstandschef der Commerzbank knapp 40'000 Aktien. Bei vollständiger Ausübung seiner Bezugsrechte, die im Verhältnis von 21 alten Aktien zu 20 Bezugsrechten ausgegeben wurden, wird er rund 170'000 Euro für die neuen Aktien in die Hand nehmen. Der Preis je Anteil beträgt 4.50 Euro.

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Risikovorstand hält keine Aktien

Blessing ist der Manager des Führungsgremiums, der am stärksten bei seinem Unternehmen engagiert ist. Von den anderen Commerzbank-Vorständen hält Jochen Klösges mit 10.120 Aktien den zweithöchsten Anteil, der Manager ist verantwortlich für die in der Bad Bank ausgelagerten Vermögenswerte.

Alle Vorstände zusammen halten gut 67.000 Commerzbank-Aktien. Risikovorstand Stefan Schmittmann will sich offenbar lieber nicht die Finger verbrennen und hält bislang gar keine Aktien. Ob neben Blessing auch die anderen Commerzbank-Vorstände ihre Bezugsrechte ausüben, war bislang nicht in Erfahrung zu bringen.

Neues Kapital beschaffen

Die Commerzbank will sich insgesamt rund 2,5 Milliarden Euro am Finanzmarkt beschaffen, um die stillen Einlagen vom Bankenrettungsfonds Soffin und dem Versicherungskonzern Allianz abzulösen.

Die Bezugsfrist läuft bis einschliesslich 28. Mai.

(vst)