US-Banken müssen sich künftig besser gegen Liquiditätsengpässe in Krisenzeiten wappnen. Die Institute seien verpflichtet, ihre Barmittel oder leicht zu veräussernden Anlagen soweit ausbauen, dass sie sich damit 30 Tage über Wasser halten können, heisst es in den am Mittwoch erlassenen neuen Regeln. Bis 2017 müssten die großen US-Banken ihre hochliquiden Einlagen dafür auf insgesamt rund 2,5 Billionen Dollar ausbauen, erklärte die Notenbank Federal Reserve.

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Derzeit liegen die hochliquiden Einlagen rund 100 Milliarden darunter. Während der Finanzkrise von 2007 bis 2009 waren bei mehreren Instituten die Barmittel sehr knapp geworden, was die Turbulenzen an den Kapitalmärkten noch verschärft hatte. Liquiditätsengpässe hätten damals massgeblich dazu beigetragen, dass immer mehr Geldhäuser in den Sog der Krise geraten seien, sagte der für die Regulierung zuständige Notenbank-Gouverneur Daniel Tarullo.

Regeln für ausländische Banken folgen

Die neuen Vorschriften sind Teil eines Maßnahmenpakets, mit dem Großbanken wie JPMorgan und Citigroup widerstandsfähiger gemacht werden sollen. Für ausländische Institute arbeitet die Fed laut Tarullo noch gesonderte Regeln aus.

(reuters/se)