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Banken: Immer häufiger Massenentlassungen in Zürich

Hauptsitz der UBS am Zürcher Paradeplatz. (Bild: Keystone)

Massenentlassungen bei Banken haben am Finanzplatz Zürich zuletzt zugenommen. Nicht immer wurden diese bisher auch ordnungsgemäss gemeldet. Dennoch bleibt die Arbeitslosenzahl unter Bankern nach wie v

Veröffentlicht am 09.07.2012

Viele Banken am Finanzplatz Zürich müssen sparen. Weil Abteilungen wie IT, interne Post und Verpflegung schon längst ausgelagert sind, müssen nun auch Banker ihren Schreibtisch räumen. Beim Kanton Zürich registriert man vermehrt Massenentlassungen.

Wie Bruno Sauter, Chef des kantonalen Amts für Wirtschaft und Arbeit (AWA), vor den Medien erklärte, melden Finanzdienstleister in den letzten Monaten zunehmend Massenentlassungen. Eine Massenentlassung liegt vor, wenn mindestens zehn Prozent der Angestellten gekündigt wird.

Alle Unternehmen sind von Gesetzes wegen verpflichtet, diese Entlassungswellen dem Kanton zu melden. Nicht alle hielten sich in der Vergangenheit aber an diese Regel. Man habe eine Grossbank an ihre gesetzliche Meldepflicht erinnern müssen, sagte Sauter.

Nun funktioniere die Zusammenarbeit aber auch mit diesem Unternehmen gut. «Heimliche» Entlassungswellen, die nicht in der Statistik auftauchen, gebe es in der Finanzbranche deshalb nicht häufiger als in anderen Branchen.

Stempeln gehen nur wenige

Trotz der zunehmenden Zahl an Entlassungen ist die Arbeitslosenzahl bei den Bankern nach wie vor tief. Im letzten Monat waren im Kanton Zürich nur 1133 Bank-Angestellte als arbeitslos gemeldet. Das sind zwar 36 mehr als im Vormonat, für Sauter aber kein Grund zur Beunruhigung. Er sei froh, dass die Zahl noch so niedrig sei.

Die intern angebotenen Vermittlungsmassnahmen würden offenbar noch gut funktionieren. Oft wird für Entlassene innerhalb der Finanzbranche eine andere Lösung gefunden. Stempeln gehen nur wenige. Spezifische Massnahmen, um die Betroffenen aufzufangen, sind bis jetzt deshalb keine geplant.

(aho/vst/awp)

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