Wie die KOF, die Konjunkturforschungsstelle der ETH, in ihrem Bankenindikator schreibt, erwarten die Schweizer Banken eine tiefere Beschäftigung als noch im letzten Quartal. Insgesamt verharrt der Bankenindikator, der die Stimmung im Schweizer Kreditgewerbe abbilden soll, auf dem Niveau des Vorquartals.

Der Beschäftigungsindikator liegt knapp unter der Nulllinie, wie die KOF weiter mitteilt. Somit sei erstmals seit Sommer vergangenen Jahres wider mit vereinzeltem Personalabbau zu rechnen.

Ob die angekündigten Stellenreduktionen der Grossbanken UBS und Credit Suisse für den Rückgang verantwortlich sind, konnte Richard Etter von der KOF auf Anfrage der sda nicht sagen. Wie die beiden Institute in der Umfrage geantwortet hätten, wisse er nicht. «Die beiden Grossbanken haben aber sicher einen Einfluss auf das Gesamtergebnis.»

Mit Fakten untermauert wird die Einschätzung der KOF durch das aktuelle Stellenangebot im Bankensektor. Per Ende Juli 2011 zählte das Stellenportal JobDirectory rund 26 Prozent weniger offene Stellen als im Juli 2010.

Weniger Stellen bei CS und UBS

Insgesamt waren im Bankensektor Ende Juli 2011 im Internet 1391 Stellen ausgeschrieben, wie aus dem Stellenbarometer von JobDirectory hervorgeht. Ende Mai 2011 waren es noch 1748 offene Stellen, Ende Juli 2010 hatte das Internet-Stellenportal 1887 ausgeschriebene Jobs gezählt.

Die Credit Suisse habe seit Ende Mai die Anzahl offener Stellen um 25 Prozent auf 286 reduziert, schreibt JobDirectory. Bei der UBS stellte das Stellenportal einen Rückgang um rund 45 Prozent auf 267 offene Jobs fest. Deutlich mehr Personal suchen hingegen beispielsweise die Raiffeisen-Gruppe, Postfinance oder die Zürcher Kantonalbank.

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(cms/sda)