Die Basler Kantonalbank, die Ende März ihren Wegzug aus Zürich bekanntgegeben hat und nun alle dortigen Mitarbeiter auf die Strasse stellt, befindet sich in guter Gesellschaft. Wie Recherchen der «Handelszeitung» zeigen, haben seit dem Ausbruch der Finanzkrise 2008 52 in- und ausländische Finanzinstitute ihr Private-Banking-Geschäft auf dem Finanzplatz Zürich aufgegeben. Darunter befinden sich die Schweizer Ableger von bekannten Banken wie ABN Amro, Merrill Lynch und Bank Sal. Oppenheim.

Alleine in den letzten eineinhalb Jahren hat rund ein Dutzend Banken in Zürich ihre Türen geschlossen, darunter die beiden liechtensteinischen Institute LLB (Schweiz) und  Centrum Bank. Auch bei zwei Kantonalbanken geriet einiges in Bewegung: Die Aargauische Kantonalbank veräusserte ihre Vermögensverwaltungstochter an die zürcherische Ihag Privatbank, die St. Galler Kantonalbank entschied sich, die Hyposwiss zu integrieren.

Ein Ende der Entwicklung ist nicht in Sicht

«Der Rückgang der Privatbanken ist Ausdruck des strukturellen Wandels, den wir derzeit erleben», sagt der St. Galler Bankenprofessor Manuel Ammann. Zürich sei als traditionell starker Platz im Vermögensverwaltungsgeschäft davon überdurchschnittlich betroffen. Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht in Sicht. Bereits haben weitere Institute angekündigt, den Schweizer Markt bis Ende Jahr aufzugeben.

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