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Abkommen
Banken zahlten zuviel an Grossbritannien

Schweizer Banken: Haben in London zu viel Geld im Voraus einbezahlt. (Bild: Keystone)

In der Schweiz lagen vermutlich weniger undeklarierte Vermögen von Briten als angenommen. Die Banken zahlten aber bereits 500 Millionen Franken nach London - deutlich zuviel.

Veröffentlicht am 05.07.2013

Die Grossbank Credit Suisse rechnet im Zusammenhang mit den geleisteten Garantiezahlungen beim Steuerabkommen mit Grossbritannien mit einer Belastung ihres Nachsteuer-Ergebnisses von höchstens 90 Millionen Franken. Der Hintergrund: Gestützt auf das Quellensteuerabkommen zwischen der Schweiz und Grossbritannien, das im Oktober 2011 unterzeichnet wurde und am 1. Januar 2013 in Kraft trat, hatten die Schweizer Banken eine gemeinsame Vorauszahlung von 500 Millionen Franken geleistet, um Kundenzahlungen bei der Vergangenheits-Regularisierung über einen Mindestbetrag von 800 Millionen Franken zu garantieren.

Garantiezahlung

Wie die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg)  mitteilt, könne nicht ausgeschlossen werden, dass die Garantiezahlung der Banken nicht oder nur zu einem geringen Teil wieder rückvergütet wird. Dies aufgrund deutlich tiefer als erwartet ausfallender Kundenzahlungen zur Vergangenheits-Regularisierung im Rahmen des Abkommens.

Weniger Vermögen

Die nicht deklarierten Vermögen von zur Zahlung verpflichteten britischen Staatsbürgern seien deutlich geringer als ursprünglich von den Schweizer Banken angenommen, unter anderem aufgrund der Selbstdeklarationen von britischen Kontoinhabern, heisst es.

Die Credit Suisse werde die 90 Millionen Franken im zweiten Quartal 2013 verbuchen, wie die Bank ebenfalls am Freitag mitteilt. Sollten nachfolgende Zahlungen diesen Betrag reduzieren, werde sich dies positiv auf künftige Quartalsergebnisse auswirken.

(tke/aho/awp)

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