Nach dem Verlust dreier weiterer Banken gibt sich Clientis eine neue Strategie. Die Regionalbankengruppe ziele nun darauf ab, die Erträge zu steigern und Kosten zu sparen, teilte Clientis mit. Damit begegne Clientis dem anhaltenden Druck auf die Zinsmarge, die Hauptertragsquelle der Mitgliedsbanken.

Neue IT-Plattform

Dank der Einführung einer neuen IT-Plattform will die Gruppe künftig auch Dienstleistungen für Regionalbanken ausserhalb der Gruppe erbringen. Neben dem Kerngeschäft Hypothekarfinanzierungen sollen die Aktivitäten vor allem die Geschäftsfelder Anlegen und Vorsorgen sowie Privat- und Firmenkunden betreffen. Damit sollen die Banken die Kundenbeziehungen weiter vertiefen.

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Weiter teilt Clientis mit, dass die Finanzmarktaufsicht Finma die Clientis-Banken auf Gruppenebene und nicht mehr einzeln überwachen werde. Dies bedeute für die einzelnen Banken administrative und finanzielle Erleichterungen. Die Finma stufe die Gruppe aufgrund ihrer Grösse im Hinblick auf die Stabilität des Finanzplatzes als «nicht unbedeutend» ein.

Wie bereits seit Ende Jahr bekannt ist, werden die Bezirkssparkasse Uster und die Sparkasse Horgen per Ende 2012 aus dem heute 20 Regionalbanken umfassenden Verbund austreten.

15 Institute bis mindestens 2017

Weiter tritt auch die Bernerland Bank aus, die mit der nicht zum Clientis-Verbund gehörenden Spar+Leihkasse Münsingen fusioniert. Bis Ende 2013 haben auch die Clientis Bank Leerau und die Clientis Regiobank Männedorf ihren Austritt bekanntgegeben, so dass noch 15 Institute in der Gruppe verbleiben. Die 15 verbleibenden Institute verpflichten sich, der Gruppe bis mindestens 2017 anzugehören.

(chb/muv/sda)