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Zahlen
Bankengruppe Valartis ist ins Minus gerutscht

Logo der Valartisbank: Die Gruppe hat Verlust geschrieben.   Keystone

Sonderabschreibungen haben bei Valartis dazu geführt, dass sie im ersten Halbjahr Verlust gemacht hat. Die Bankengruppe setzt auf bessere Zahlen, wenn die Neuausrichtung abgeschlossen ist.

Veröffentlicht am 26.08.2014

Die Bankengruppe Valartis hat in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres wie bereits im Juni bekanntgegeben einen Verlust eingefahren. Nachdem im Vorjahr ein Minigewinn von 0,1 Millionen Franken erzielt werden konnte, steht das Geldhaus im ersten Halbjahr per Ende Juni mit 20,7 Millionen Franken im Minus.

Der Grund für den Einbruch ist auf den Mitte Mai bekanntgegebenen Verkauf der Valartis Bank Schweiz und des Valartis Wealth Management an die Bank Cramer zurückzuführen. Daraus seien Sonderabschreibungen für nicht weitergeführte Geschäftsbereiche in der Höhe von 7,3 Millionen Franken entstanden, teilte Valartis am Dienstag mit.

Tiefe Zinsen belasten den Ertrag

Ausserdem musste die Bank eine Abschreibung in der Höhe von 7,9 Millionen Franken auf den Verkaufspreis der 2012 veräusserten Eastern Property vornehmen - aufgrund der Vertragsbedingungen sowie der Entwicklung des russischen Immobilienmarkts, wie Valartis festhält.

Aber auch das Tiefzinsumfeld drückte auf den Gewinn. Für die weitergeführten Geschäftsbereiche reduzierte sich das Zinsergebnis von 8,4 Millionen auf 4,8 Millionen Franken. Einen Teil des Rückgangs geht aber auch auf den Teilverkauf des Obligationenportfolios zurück. Dieses hatte die Bankengruppe Ende 2013 abgestossen, um das Risikoprofil zu reduzieren.

Hoffnung auf Rückkehr in die Gewinnzone

Zulegen konnte das Geldhaus hingegen im Kommissionsgeschäft. Dieses stieg um 4 Prozent auf 21,8 Millionen Franken. Der Geschäftsertrag belief sich damit auf insgesamt 21,9 Millionen Franken, nach 31,3 Millionen Franken im Vorjahressemester. Der Bruttoverlust betrug 5,8 Millionen Franken. Im ersten Halbjahr verdiente Valartis vor Zinsen und Abschreibungen 6,4 Millionen Franken.

Die Valartis Gruppe richtet sich derzeit neu aus. Nach Umsetzung des strategischen Transformationsprozesses wird sich die Bank auf ihre Geschäftsbereiche Private Clients und Wealth Management der Privatbanken in Liechtenstein und Österreich konzentrieren.

«Auf der Basis des neuen Settings gehen wir aus heutiger Sicht davon aus, dass die Gruppe wieder zu einem Gewinn aus operativer Geschäftstätigkeit zurückkehren wird», liess sich Firmenchef Gustav Stenbolt in der Mitteilung zitieren. Wann genau dies erreicht werden soll, war am Dienstagmorgen nicht zu erfahren.

(sda/me)

 

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