Die Welt von heute ist eine globale Welt. Grenzüberschreitende Verbindungen nehmen ständig zu und verändern unser Leben. Ein kleines praktisches Beispiel: 1930 kostete ein dreiminütiges Ferngespräch zwischen London und New York 250 Dollar; 70 Jahre später sind es nur noch wenige Cents. Und wer heute per Internet telefoniert, tut dies rund um die Welt sogar «gratis». Die weltumspannende Vernetzung der Kommunikation erweitert unsere Möglichkeiten und schafft neue Chancen.

Die Globalisierung ist auf vielen Ebenen wirksam - kulturell, gesellschaftlich, wirtschaftlich. Die Globalisierung führt dazu, dass einzelne Volkswirtschaften stärker in den internationalen Wirtschaftskreislauf eingebunden sind - durch Handel, kurzfristige Kapitalströme, langfristige Direktinvestitionen, grenzüberschreitende Wanderung von Arbeitskräften ebenso wie durch Verbreitung und Weitergabe von Technologien. Einzelne Länder öffnen sich dabei der Globalisierung schneller, andere langsamer.

Schweiz: Klein und gross zugleich

Die Schweiz ist eine offene Volkswirtschaft. Sie zählt ökonomisch seit langem zu den global denkenden und handelnden Ländern der Welt. Mit Blick auf die flächenmässige Ausdehnung rangiert die Schweiz unter den 192 Staaten dieser Erde auf Platz 136. Ist die Bevölkerungszahl der Massstab, so schafft es unser Land auf Platz 93.

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Ganz anders sieht es aus, wenn die Schweiz ihre wirtschaftlichen Stärken mit anderen Nationen vergleicht: Zum Beispiel gemessen an der Marktkapitalisierung der Börse steht die Schweiz weltweit auf Position 13. Bei den Handelsbilanzüberschüssen steht sie auf Platz 8, bei den Direktinvestitionen in ausländische Unternehmen gar auf Platz 4 und bei den verwalteten Privatvermögen an der Spitze auf Platz 1.

Der Finanzsektor ist eine tragende Säule der Schweizer Volkswirtschaft und trägt massgeblich zur Prosperität des Landes und seiner Bevölkerung bei. Seit 1990 ist der Anteil der Finanzwirtschaft an der schweizerischen Wertschöpfung stetig gewachsen. Gegen 12% des schweizerischen Bruttoinlandproduktes erwirtschaftet der Finanzplatz mit seinen 185 000 Arbeitsplätzen, und er spült Bund, Kantonen und Gemeinden jährlich 12 bis 15% des gesamten Steueraufkommens in die Kasse.

Der Finanzplatz Schweiz ist im globalen Umfeld nach wie vor wettbewerbsfähig. Er verfügt über gute Voraussetzungen, um sich auch in Zukunft als global bedeutender Finanzplatz zu positionieren. Dazu tragen eine ganze Reihe von Faktoren bei: Professionalität gepaart mit einem langen «Track Record» im internationalen Vermögensverwaltungsgeschäft, Innovationskraft der Anbieter, politische Stabilität des Landes, Rechtssicherheit, solide Sicherung der Eigentumsrechte, Verlässlichkeit der privaten und öffentlichen Institutionen, gute Infrastruktur, Stärke des Schweizer Frankens mit seiner uneingeschränkten Konvertibilität, Qualität der Bildungseinrichtungen, hoher Ausbildungsstand, flexibler Arbeitsmarkt, moderate Steuerbelastung, hohe Lebensqualität und nicht zuletzt die freiheitliche Grundüberzeugung von Land und Bevölkerung. In diesem historisch bewährten, feingewobenen Kontext steht nicht zuletzt das Schweizer Bankkundengeheimnis.

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Stärken ausbauen

Damit aktuelle Stärken auch künftige Stärken bleiben, braucht es Anpassungen an neue Standards. In den kommenden Jahren wird das regulatorische Umfeld zunehmend global geprägt werden. In diesem Zusammenhang wird der Druck des Auslands auf einzelne Stärken des Finanzplatzes Schweiz anhaltend hoch bleiben. Die politischen Kräfte sind daher gefordert, die Interessen des Finanzplatzes gegenüber dem Druck von aussen zu wahren und gleichzeitig einen Ausgleich mit begründeten Interessen des Auslandes zu finden. Andererseits gilt es aber auch, die regulatorischen Rahmenbedingungen so weiterzuentwickeln, dass die Schweizer Banken ihre zahlreichen übrigen Stärken im globalen Wettbewerb ausbauen können. So wird es gelingen, den Finanzplatz Schweiz für die Zukunft mit hoher Professionalität zu stärken.

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Kompetenz ist gefragt

Schweizer Privatbanken wie Clariden Leu sind anpassungsfähige Organisationen. Sie verfügen über eine lange Tradition und grosse Erfahrung und passen sich den neuen Rahmenbedingungen an. Ihre Herausforderung wird darin bestehen, sich auch in Zukunft so zu positionieren, dass gegenüber ihren internationalen Mitbewerbern die Unterschiede weiterhin klar sichtbar bleiben: Durch Professionalität in der Ausbildung, durch das Know-how der Mitarbeitenden sowie die strategische Kompetenz des Managements, durch die Expertise im anspruchsvollen Vermögensverwaltungsgeschäft, durch die ausserordentliche Qualität und Innovation der Serviceleistungen, der Beratung und der Produkte.

Privatbanken, welche sich gezielt und konsequent auf diese Aufgaben fokussieren, werden auch in Zukunft in der Lage sein, ihren heutigen und zukünftigen Kunden eine ausgezeichnete Qualität, grösstmögliche Sicherheit und höchste Verlässlichkeit zu bieten.

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