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Steuerstreit
Bankiervereinigung beharrt auf Abgeltungssteuermodell

Patrick Odier: «Der automatische Informationsaustausch ist kein internationaler Standard». (Bild: Keystone)

Patrick Odier hält die Abgeltungssteuer nicht für ein Auslaufmodell. Derweil ist der automatische Informationsaustausch für den Präsidenten der Schweizerischen Bankiervereinigung keine valable Option.

Veröffentlicht am 14.04.2013

Während der automatische Informationsaustausch in der EU an Boden gewinnt, hält die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) an ihrer Position fest. «Die Schweiz befindet sich nicht in der gleichen Situation wie Luxemburg», sagte Präsident Patrick Odier.

«Die Schweiz ist ein Drittstaat, von dem man keine gleichwertigen Massnahmen verlangen kann, insbesondere hinsichtlich des Zinsbesteuerungsabkommens», erklärte Odier in einem Interview in der Westschweizer Sonntagszeitung «Le Matin Dimanche». Er erinnerte daran, dass es zurzeit kein Verhandlungsmandat der EU gebe.

Gleichwertiges System

Nach Ansicht von Odier besitzt die Schweiz mit dem Modell der Abgeltungssteuer ein gleichwertiges System zum automatischen Informationsaustausch. Die Quellensteuer «deckt sämtliche Einnahmen ab, die aus dem in der Schweiz deponierten Vermögen entstehen, und bietet eine Lösung sowohl für die Vergangenheit als auch für die Zukunft».

Der automatische Informationsaustausch, den Luxemburg bis 2015 einführen will, sei nicht internationaler Standard, erklärte Odier weiter. Das Modell sei «nicht die beste Option, um Steuerhinterziehung zu bekämpfen». Er zähle auf das Verhandlungsgeschick der Schweizer Vertreter, die Ansinnen Brüssels zu kontern.

(rcv/awp)

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