Nun ist es definitiv: Mit der heutigen Umwandlung der Post und ihrer Tochtergesellschaften in Aktiengesellschaften hat die Postfinance auch ihre Banklizenz erhalten. Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma) bestätigte in einer Mitteilung, dass die Postfinance alle im Dezember gestellten Bedingungen für die Bankbewilligung erfülle.

Die Banklizenz für die Postfinance hat auch Auswirkungen auf andere Banken und Akteure auf dem Finanzmarkt. So müssen Banken beispielsweise auf Postcheckkonten liegende Mittel in ihrer Bilanz inskünftig wie Guthaben bei anderen Finanzinstituten behandeln. Folgen hat dies auch auf die Eigenmittelunterlegung und Risikoverteilung der Banken - denn bisher wurden bei der Postfinance liegende Gelder wie flüssige Mittel respektive der Nationalbank übergebene Mittel betrachtet.

Neue Topmanager

Rechtzeitig mit der Umwandlung in eine AG und dem Erhalt der Bankbewillligung hat die Postfinance auch zwei neue Geschäftsleitungsmitglieder ernannt. Gemäss Communiqué vom Mittwoch wird Sylvie Meyer am 1. Juli die Leitung des Verkaufs übernehmen und Peter Lacher ab 1. August als Leiter Produktion für die internen Prozesse des neu als Bank fungierenden Finanzinstituts verantwortlich zeichnen. Meyer löst Armin Brun ab, der seit Anfang Jahr dem Marketing vorsteht. Lacher ersetzt Hansruedi Thönen, der pensioniert wird.

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(se)