Die Banque Cantonale Vaudoise (BCV) hat in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2012 den Bruttogewinn gegenüber dem Vorjahr um 1 Prozent auf 364 Millionen Franken gesteigert. Der Betriebsertrag stagnierte auf 760 Millionen Franken, wie die Kantonalbank mitteilte.

Der Erfolg aus dem Zinsgeschäft blieb mit 393 Millionen Franken (-0,3 Prozent) ebenfalls stabil. Dagegen legte der Kommissionsertrag leicht um 1 Prozent auf 258 Millionen Franken zu und der Erfolg aus dem Handelsgeschäft stieg insbesondere aufgrund der günstigen Geschäftsentwicklung bei den strukturierten Produkten um 3 Prozent auf 89 Millionen Franken. Der übrige ordentliche Erfolg verringerte sich um 13 Prozent auf 21 Millionen Franken. Dieser Rückgang stehe in Zusammenhang mit den 2011 erfolgten einmaligen Wertschriftenverkäufen, schreibt die Bank.

Der Geschäftsaufwand nahm um 1 Prozent auf 396 Millionen Franken ab. Der Personalaufwand sank dabei um 1 Prozent auf 251 Millionen und der übrige Geschäftsaufwand um 2 Prozent auf 145 Millionen Franken.

Neugeldzufluss gestiegen

Mit den ausgewiesenen Zahlen lag die BCV knapp im Rahmen der Erwartungen der Analysten.

Anzeige

Die Bilanzsumme des Waadtländer Staatsinstituts stieg in der Berichtsperiode um 9 Prozent auf 41,2 Milliarden Franken. Auf der Aktivseite der Bilanz verzeichnete das Hypothekargeschäft einen Zuwachs von 2 Prozent auf 22,6 Milliarden Franken. Damit hätten sich diese gemäss dem zu Jahresbeginn von der Bank angekündigten Ziel entwicklet, schreibt die BCV. Die übrigen Kredite gingen um 9 Prozent auf 5,3 Milliarden zurück. Dieser Rückgang sei in erster Linie auf die Geschäftsbereiche Trade Finance und Grossunternehmen zurückzuführen.

Der Neugeldzufluss belief sich in den ersten neun Monaten auf 718 Millionen Franken, nach 600 Millionen in der Vorjahresperiode. Die verwalteten Vermögen der Gruppe stiegen gegenüber Ende 2011 um 6 Prozent auf 82,1 Milliarden zu.

Für das Gesamtjahr 2012 rechnet die BCV-Gruppe mit einem «ähnlich guten Geschäftsgang», sofern sich die Wirtschaftslage und die Entwicklung an den Finanzmärkten nicht signifikant verschlechtern würden, heisst es in der Mitteilung.


(jev/tke/awp)