Der weltgrößte Spielzeugkonzern Mattel attackiert mit einer Übernahme den dänischen Rivalen Lego. Der Barbie-Hersteller bietet 460 Millionen Dollar (409 Millionen Schweizer Franken) für den kanadischen Bausteine-Hersteller Mega Brands.

Mattel-Chef Bryan Stockton erklärte vor Analysten, mit dem Zukauf wolle sein Unternehmen von den äußerst hohen Gewinnmargen in diesem Segment profitieren. Mattels Marktanteil in dem Bereich liegt derzeit bei unter einem Prozent. Mega Brands schätzt seinen Marktanteil auf etwa zehn Prozent. Die von den Kanadiern produzierten Mega Bloks funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip wie die weltweit erfolgreichen Lego-Steine.

Nachfrage nach Lego-Steinen wächst schnell

In den vergangenen Jahren ist die Nachfrage nach Lego-Steinen und ähnlichen Bausets rasant gestiegen, Barbiepuppen und Actionfiguren kommen dagegen immer weniger an. Diese Entwicklung spiegelte sich zuletzt auch in den Geschäftsberichten der Spielzeughersteller wider: Während Mattel seinen Umsatz im vergangenen Jahr um lediglich ein Prozent steigern konnte, schaffte Lego ein Plus von zehn Prozent. Damit überflügelten die Dänen den bisherigen Branchen-Zweiten Hasbro.

Der Übernahmepreis von 17,75 Kanadischen Dollar pro Aktie stellt einen Aufschlag von 36 Prozent auf den Schlusskurs vom Donnerstag dar. Am Freitag kletterten die Mega-Brands-Papiere in Toronto dann zeitweise auf bis zu 17,89 Kanadische Dollar. Dies deutet darauf hin, dass einige Investoren auf ein Gegenangebot und damit eine Übernahmeschlacht um Mega Brands wetten.

(sda/me) 

Anzeige