Die Zeichen stehen auf Strum in Barcelona, nachdem die Führung um den FC Barcelona lange dachte, das Thema gütlich vom Tisch zu bringen. Worum gehts? Für die Saison 2013/14 sicherte sich der spanische Weltklub unter der Führung von Josep Rosell die Dienste des brasilianischen Superstars Neymar, für den offiziell 57 Millionen Euro gezahlt wurden.

Anfang 2014 trat Präsident Rosell wegen einem Ermittlungsverfahren gegen ihn von seinem Amt zurück. Der Vorwurf: Unterschlagung. Demnach habe der Deal mit Neymar nicht knapp 60 Millionen sondern 95 Millionen Euro gekostet. Auf Rosell folgte Josep Maria Bartomeu.

Chefs halten sich für unschuldig

Nun gab der federführende Staatsanwalt José Perals Calleja bekannt, dass er und sein Team gegen die Topetage des FC Barcelona Gefängnisstrafen fordern und vom Klub 62,2 Millionen Euro kassieren wollen, schreibt die spanische Zeitung «La Vanguardia». Für Ex-Präsident Rosell fordert Perals Calleja 7,5 Jahre Gefängnis, für den amtierenden Präsidenten Bartomeu verlangt die Justiz 2 Jahre und 3 Monate Schwedische Gardinen.

Bartomeu weist die Vorwürfe von sich. In einer Stellungnahme sagte er: «Wir sind unschuldig. Ich habe es viele Male gesagt und ich beteuere heute nochmals unsere Unschuld. Ich kann schon jetzt sagen, dass unsere Anwälte in Revision gehen werden. Die Botschaft an unsere Partner lautet, dass wir im Klub mit der vollen Kraft und entschlossen weiterarbeiten, wie wir es bisher taten.»

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Prekäre Deals in Vergangenheit

Der FC Barcelona steht finanziell auf wackligen Füssen: 2012 berichteten Zeitungen, dass der Verein dem spanischen Fiskus noch 48 Millionen Euro Steuern schulde.

Der Klub machte abseits des Platzes in letzter Zeit vor allem Negativschlagzeilen: Superstar Messi schlägt sich noch immer mit Steuerermittlungen herum, Ende Dezember 2014 bestätigte der Internationale Sportgerichtshof ein Transferverbot für den FC Barcelona, das die Fifa im April 2014 erliess. Der Verein darf damit weder im Winter 2014/15 noch im Sommer 2015 neue Spieler verpflichten, weil der Sportverband Verstösse bei der Verpflichtung minderjähriger Spieler feststellte.