Ihre Probleme im Investmentbanking haben die britische Grossbank Barclays in der ersten Jahreshälfte schwer belastet. Der um Sondereffekte bereinigte Vorsteuergewinn des Konzerns sackte um 7 Prozent auf 3,35 Milliarden Pfund ab, wie das Institut in London mitteilte.

Das lag vor allem am Investmentbanking, das mit knapp 1,1 Milliarden Pfund nur noch gut halb so viel wie vor einem Jahr verdiente. Die Sparte ist wegen zahlreicher möglicher Fehlverhalten im Visier von Aufsichtsbehörden. Vorstandschef Antony Jenkins hat einen harten Umbau des Bereichs angekündigt.

Aktienkurs um ein Fünftel eingebrochen

Unter dem Strich stand im ersten Halbjahr zwar ein deutlicher Gewinnzuwachs von 68 Prozent auf 1,13 Milliarden Pfund. Das lag aber vor allem an zahlreichen Sondereffekten, die das Vorjahresergebnis besonders belastet hatten und sich in diesem Umfang nicht wiederholten. Barclays-Aktien haben in diesem Jahr bereits fast 20 Prozent verloren und sind damit der schwächste Wert unter den fünf britischen Grossbanken.

(awp/dbe/vst)