Nach anderen Grossbanken zieht sich auch Barclays einem Zeitungsbericht zufolge aus Teilen des Rohstoffhandels zurück. Das britische Institut wolle das Geschäft mit Metallen, Energie und Agrar-Erzeugnissen eindampfen, berichtete die «Financial Times». Dies führe auch zu erheblichen Stellenstreichungen.

Hintergrund sei, dass die Bedingungen am Markt ungünstiger geworden seien. Den Rohstoffhändlern machen sinkende Einnahmen und verschärfte Auflagen der Aufseher zu schaffen. Barclays will laut dem Blatt seine Pläne am Dienstag vorlegen. Das Geldhaus äußerte sich nicht dazu.

Auch JP Morgan und Morgan Stanley nicht mehr dabei

Zuletzt hatten sich bereits die US-Großbanken JP Morgan und Morgan Stanley aus ähnlichen Gründen aus diesem Geschäft zurückgezogen. Auch die Deutsche Bank fährt ihren Rohstoff-Bereich zurück. Barclays ist ohnehin auf Schrumpfkurs und steht nach einem Gewinneinbruch im vergangenen Jahr unter erhöhtem Spardruck.

Dazu stellte Vorstandschef Antony Jenkins auch das Kapitalmarktgeschäft auf den Prüfstand und erwägt nach Informationen aus dem Umfeld des Instituts eine weitere Verkleinerung durch den Rückzug aus kapitalintensiven Bereichen.

(reuters/moh)