Heute haben Swisscom, Sunrise und Orange ihre Handy-Zahlungslösung Tapit offiziell vorgestellt. Die Lösung zum kontaktlosen Zahlen mit Smartphone funktioniert bislang jedoch nur mit ausgewählten Kredit- und Prepaidkarten von Cornercard und Viseca. Doch das dürfte sich bald ändern, wie Recherchen der Handelszeitung zeigen. So plant offenbar auch die Post mit ihrer Bankentochter Postfinance auf die Tapit-Zahlungslösung der Mobilfunkanbieter zu setzen.

«Postfinance prüft eine Zusammenarbeit mit Tapit bei Debit- und Kreditkarten», sagt ein Postfinance-Sprecher auf Anfrage. Entschieden sei noch nichts. Der Einstieg des Gelben Riesen würde für Tapit wohl den Durchbruch bringen, denn die Schweiz ist ein Debitkarten-Land. Über neun Millionen Debitkarten waren im letzten Jahr im Umlauf. Demgegenüber stehen rund sechs Millionen Kreditkarten.

Ein Drittel der Debitkarten von der Post

Von den neun Millionen Debitkarten stammen rund drei Millionen Karten von Postfinance. Der Gelbe Riese ist damit einer der gewichtigsten Akteure bei den Debitkarten in der Schweiz, zusammen mit der Maestro-Card von Mastercard. Allerdings dürfte der amerikanische Zahlungsdienstleister seine Debitkarte nicht auf Tapit bringen, sondern weiterhin die eigenen Kreditkarten setzen. Denn Kreditkarten sind die margenträchtigeren Zahlungsmittel als die bei den Schweizer Kunden beliebten Debitkarten.