Der weltgrösste Schokolade-Produzent Barry Callebaut (BC) hat im ersten Semester des laufenden Geschäftsjahres 2012/13 (per Ende Februar) die Verkaufsmenge um 7,8 Prozent auf 745'256 Tonnen gesteigert. Der Wert hat sich damit gegenüber dem ersten Quartal (+8,3 Prozent) etwas abgeschwächt.

Der Umsatz sank dagegen um 2,4 Prozent auf 2,39 Milliarden Franken, in Lokalwährungen waren es -2,6 Prozent, wie der Konzern mitteilte. Der Betriebsgewinn (Stufe Ebit) fiel derweil um 2,1 Prozent auf 173,8 Millionen Franken (-2,4 Prozent in Lokalwährungen, LW), beim Ebit pro Tonne resultierte ein Minus von 9,3 Prozent auf 233,20 Franken. Unter dem Strich resultierte (auf vergleichbarer Basis) ein um 7,4 Prozent tieferer Konzerngewinn von 116,4 Millionen Franken (LW -7,7 Prozent).

Damit hat BC die Schätzungen der Analysten (AWP-Konsens) bei den meisten Zahlen leicht verfehlt. Diese prognostizierten im Durchschnitt einen Volumenzuwachs von 7,9 Prozent, einen Ebit von 177,8 Millionen sowie einen Reingewinn von 126,4 Millionen Franken.

Wachstum in allen Regionen und Produktgruppen

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«Wir verzeichneten erneut ein starkes Wachstum der Verkaufsmenge und schnitten deutlich besser ab als der globale Schokoladenmarkt», wird CEO Jürgen Steinemann in der Mitteilung zitiert. Dank der strategischen Wachstumstreiber Outsourcing, Gourmetgeschäft und Schwellenländer sei man in allen geografischen Regionen und Produktgruppen gewachsen. Zudem sei es gelungen, die Produktmargen zu verbessern.

Der Ebit sei dagegen durch die ungünstige Combined Cocoa Ratio (Verkaufspreis von Kakaobutter und Kakaopulver im Verhältnis zu Kakaopreis) beeinträchtigt worden. Ausserdem hätten die höheren Fabrik- und Logistikkosten, die auf das starkes Wachstum in einigen Regionen und die dadurch verursachten Kapazitätsengpässe zurückzuführen waren, belastet. Ausserdem habe man weiter in den Ausbau der globalen Präsenz, die Strukturen und Prozesse investiert.

Übernahme auf Kurs

Wie der Konzern weiter mitteilte, verläuft der Abschluss der vor ein paar Monaten angekündigten Übernahme der Cocoa Ingredients Division von Petra Foods plangemäss.

Für den weiteren Ausblick zeigt sich das Unternehmen unverändert zuversichtlich und bestätigt entsprechend die Ziele (Wachstum Verkaufsmenge um 6 bis 8 Prozent und mindestens gleich hohes durchschnittliches EBIT-Wachstum in Lokalwährungen). Sie gelten allerdings nur noch bis zum Abschluss der Petra-Transaktion, die für den Sommer erwartet wird. Danach will BC das Volumen zwar weiterhin um 6 bis 8 Prozent jährlich steigern, neu soll aber der Ebit pro Tonne bis 2015/16 wieder auf den Stand von der Petra-Übernahme steigen.

(vst/aho/awp)