Die Baselworld kämpft mit vielen Problemen, der letzte Schlag war die Absage von Swatch für das kommende Jahr. Zumindest an einer Front gibt es jetzt aber eine Verbesserung: Die weltgrösste Uhrenmesse hat eine Vereinbarung mit einer Anzahl Basler Hoteliers abgeschlossen, nach der die Zimmerpreise ein Maximum nicht mehr übersteigen dürfen.

Die Maximalpreise wirken einem jahrelangen Ärgernis für viele Besucher der Baselworld entgegen: Während der Messezeit erreichen die Zimmerpreise in Basel astronomische Höhen. «Ungefähr zwei Drittel der Hotels beteiligen sich», sagt Baselworld-Direktor Michel Loris-Melikoff und zeigt sich erfreut über die Vereinbarung. Im Gegenzug werde die Baselworld die Partner-Hotels aktiv empfehlen. 

Preise verharren auf dem Niveau von 2018

Die Zimmerpreise in einem Fünf-Sterne-Hotel wie dem Les Trois Rois werden demnach 1290 Franken pro Nacht nicht übersteigen. In der Vier-Sterne-Kategorie sind Zimmer für höchstens 750 Franken zu haben. Die Hoteliers dürfen keine Mindestaufenthaltsdauer mehr verlangen und die Preise gegenüber 2018 auch nicht steigern. Allerdings kostet selbst ein Zimmer in einer Ein-Sternen-Unterkunft während der Baselworld maximal 200 Franken. 

Die Kooperation zwischen der Baselworld und den Basler Hotels stösst dementsprechend auf Kritik. «Die Hotelpreise sind nach wie vor dreimal höher als zu normalen Zeiten», hält das Branchenportal «Watch Pro» fest. Ein Doppelzimmer im Les Trois Rois, zum Beispiel, kostet jenseits der Baselworld rund 640 Franken, also weniger als die Hälfte. Das Drei-Sterne-Hotel Wettstein bietet üblicherweise Zimmer zum Preis von gut 160 Franken an – während der Baselworld werden trotz Preisgrenze gut 600 Franken fällig. Laut «Watch Pro» bewerten 49 Prozent der Gäste das Hotel auf Tripadvisor als «durchschnittlich» oder «schlecht». 

Die nächste Baselworld findet Ende März 2019 statt. Damit Gäste von den Preisgrenzen profitieren können, müssen sie direkt beim Hotel buchen. Eine vollständige Liste der Partnerhotels ist hier zusammengestellt. Auch wer bereits ein Zimmer zu einem höheren Preis gebucht hat, wird nicht mehr als den Maximalpreis zahlen. 

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