Der Chemiekonzern BASF hat wegen einer abgekühlten Konjunktur vor allem in China und dem niedrigen Ölpreis seine Ziele für das Gesamtjahr kassiert. Auch der Tausch von Geschäftsteilen mit dem russischen Energieriesen Gazprom drückte die Erlöse. Das Unternehmen erwarte nun für 2015 einen leichten Rückgang bei Umsatz und bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit), teilte BASF in Ludwigshafen mit.

Zuvor hatte die im Dax notierte Gesellschaft leicht steigende Erlöse (2014: 74,33 Milliarden Euro) und ein bereinigtes operatives Ergebnis auf Vorjahreshöhe (7,36 Mrd Euro) angepeilt.

Aktionäre erhalten mehr

Im dritten Quartal schrumpfte der Umsatz um 5 Prozent auf 17,4 Milliarden Euro. Der operative Gewinn auf Stufe Ebit vor Sondereffekten ging um 10 Prozent auf 1,6 Milliarden zurück. «Das Sommerloch war in diesem Jahr ausgeprägt; zudem zogen die Margen auch im September nicht an», sagte BASF-Vorstandschef Kurt Bock.

Wichtige Märkte wie Brasilien steckten in einer Rezession oder würden wie China schwächer wachsen. Unter dem Strich blieb ein für die Aktionäre anrechenbarer Gewinn von 1,2 Milliarden Euro. Das waren fast 200 Millionen Euro mehr als im Vorjahr.

(awp/dbe/hon)