Der Jahresüberschuss des Chemieunternehmens BASF ist 2011 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als ein Drittel auf 6,2 Milliarden Euro gestiegen, wie das Unternehmen mitteilt. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Sondereffekten erhöhte sich um knapp 4 Prozent auf 8,4 Milliarden Euro. Der Umsatz des Konzerns, der 2008 Ciba übernommen hatte, stieg um 15 Prozent auf 73,5 Milliarden Euro.

Im Schlussquartal 2011 kämpfte der Chemieriese allerdings mit Gegenwind: Kunden disponierten vorsichtiger, reduzierten ihre Vorräte und verzögerten Bestellungen wegen der Sorge über die konjunkturelle Entwicklung und der Hoffnung auf mögliche Preissenkungen.

Konzernchef Kurt Bock gab dennoch einen optimistischen Ausblick auf das laufende Jahr. Der Konzern setzt dabei vor allem auf das zweite Halbjahr. Bock sagte, BASF rechne damit, dass das weltweite Wirtschaftswachstum nach einem moderaten Start im Laufe des Jahres anziehen werde.

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Wachstum aus Libyen erhofft

Während die Schuldenkrisen in den USA und in Europa die Wachstumsaussichten dämpften, kämen positive Impulse für die Chemieindustrie aus den Schwellenländern, sagte Bock. Der Konzernchef präsentierte erstmals die Jahreszahlen. Der Manager hatte im Mai den langjährigen Vorstandschef Jürgen Hambrecht abgelöst. Schon 2010 war ein Rekordjahr für den Chemieriesen gewesen.

Im laufenden Jahr soll unter anderem die Wiederaufnahme der Erdölproduktion in Libyen für Wachstum sorgen. Erst Mitte Oktober konnte das Unternehmen die Produktion wieder anlaufen lassen, nachdem die BASF-Tochter Wintershall wegen des Aufstands gegen Ex-Machthaber Muammar al-Gaddafi im Februar 2011 aus Sicherheitsgründen die Förderung heruntergefahren hatte. Zudem erwartet Bock ein besseres Chemiegeschäft.

(laf/tno/sda)