Der weltgrösste Chemiekonzern BASF hat im vierten Quartal wegen höherer Steuern weniger verdient als noch vor einem Jahr. Zudem hatte BASF im Jahr 2011 von einer Sonderzahlung für die Ausgliederung des Styrolgeschäfts in ein Gemeinschaftsunternehmen profitiert.

Der Gewinn sei um 13,4 Prozent auf 980 Millionen Euro gesunken, teilte BASF in Ludwigshafen mit. Damit übertraf die im DAX notierte Gesellschaft die Schätzungen der Analysten. BASF führte den Ergebnisrückgang vor allem auf eine höhere Steuerquote infolge der nicht anrechenbaren Ertragssteuer auf die Ölförderung zurück. Im Vorjahr war diese aufgrund der geringeren Fördermenge deutlich niedriger ausgefallen.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern (Ebit) und Sondereffekten betrug im Zeitraum Oktober bis Dezember 1,789 Milliarden Euro, ein Plus von 18,2 Prozent zum Vorjahr. Während BASF kräftige Zuwächse bei der Öl- und Gastochter Wintershall sowie in der Sparte für Spezialchemie (Functional Solutions) erzielte, musste das Unternehmen Gewinnrückgänge im Geschäft mit Chemikalien und in der Agrochemie-Sparte hinnehmen. Der Umsatz kletterte um 8,7 Prozent auf 19,648 Milliarden Euro. Für das laufende Geschäftsjahr peilen die Ludwigshafener erneut Rekordwerte beim Ebit vor Sondereffekten sowie beim Umsatz an.

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(chb/tke/awp)