Der Chemiekonzern BASF hat in Brasilien seine grösste Produktionsstätte in Südamerika eingeweiht. Die Anlage zur Herstellung von Acrylsäure und sogenanntem Superabsorber wurde am Freitag in Camaçari im nördlichen Bundesstaat Bahia in Anwesenheit von Präsidentin Dilma Rousseff in Betrieb genommen. Die Investitionssumme beträgt 500 Millionen Euro.

Der Komplex mit einer Kapazität von 160 000 Tonnen im Jahr ist die erste Anlage für Acrylsäure und Superabsorber in der Region. Die Produkte werden in der Herstellung von Babywindeln sowie von Klebstoffen, Bauchemikalien und Wandfarben verwendet.

Hunderte neue Arbeitsplätze

«Mit dieser Grossinvestition werden wir unsere Position im wachsenden südamerikanischen Markt weiter stärken», erklärte Michael Heinz, im BASF-Vorstand verantwortlich für die Region Südamerika. Durch die neuen Anlagen sind 230 direkte Arbeitsplätze sowie indirekt 600 weitere Jobs in der Gegend entstanden.

Erst kürzlich hatte BASF ähnliche Anlagen in Nanjing in China eröffnet. Der weltgrösste Chemiekonzern erzielte 2014 einen Umsatz von mehr als 74 Milliarden Euro und beschäftigte am Jahresende rund 113 000 Mitarbeiter.

(awp/dbe)