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Biotech
Basilea hält den Verlust in Grenzen

Basilea in Basel: Zahlen sind in Ordnung. Keystone

Die Basler Pharmafirma konnte den Umsatz im ersten Halbjahr steigern. Der Verlust ging gegenüber dem Vorjahr zurück. Die Erwartung von 4 bis 5 Millionen Franken Verlust pro Monat wurde bestätigt.

Veröffentlicht am 15.08.2016

Das Pharmaunternehmen Basilea hat im im ersten Halbjahr 2016 den Umsatz gesteigert. Der Betriebsaufwand wurde im Vergleich zur Vorjahresperiode leicht gesenkt. Unter dem Strich resultiert ein Verlust von 27,9 Millionen Franken im Vergleich zu einem Minus von 30,1 Millionen Franken in der Vorjahresperiode.

Das Biotech-Unternehmen erwirtschaftet im ersten Halbjahr einen Umsatz von 29,7 Millionen Franken. Dieser setzt sich zusammen aus Produktumsätzen von 1,9 Millionen Franken (Vorjahresperiode 0) und Umsätzen aus Verträgen von 27,8 Millionen Franken (24,4 Millionen Franken).

Betriebsaufwand reduziert

Aus Forschungs- und Entwicklungsleistungen resultierte kein Umsatz (Vorjahresperiode: 0,4 Millionen Franken). In der Vorjahresperiode lag der Umsatz bei 25,0 Millionen Franken, wie das Unternehmen am Montag mitteilte.

Dem standen gestiegene Kosten für Vertrieb und Verwaltung von 26,8 Millionen Franken (Vorjahr: 23,8 Millionen Franken) sowie gesunkenen Kosten für Forschung und Entwicklung von 24,8 Millionen Franken (Vorjahr: 31,2 Millionen Franken) gegenüber. Der Betriebsaufwand insgesamt reduzierte sich leicht auf 54,6 Millionen Franken von 55 Millionen Franken in der Vorjahresperiode. Der Betriebsverlust ging auf 24,8 Millionen Franken zurück von 30 Millionen Franken im Vorjahr.

Liquidität verringert

Netto ist im ersten Halbjahr Kapital aus operativer Geschäftstätigkeit von 53,7 Millionen Franken abgeflossen, nach einem Abfluss von 19,3 Millionen Franken im Vorjahr. Die liquiden Mittel und kurzfristigen Finanzanlagen werden per Ende Juni 2016 mit 310,9 Millionen Franken ausgewiesen gegenüber 364,7 Millionen Franken per Ende 2015.

Beim Ausblick bekräftigt das Unternehmen seine früheren Erwartungen, im laufenden Jahr einen betrieblichen Durchschnittsverlust von 4 bis 5 Millionen Franken pro Monat einzufahren. Für das Geschäftsjahr 2016 erwartet Basilea weiterhin einen durchschnittlichen Betriebsaufwand von 9 bis 10 Millionen Franken pro Monat. Bei den Umsätzen geht das Unternehmen von Produktverkäufen von insgesamt rund 5 Millionen Franken aus.

Medikament gegen Pilzinfektionen

Basilea fokussiert sich derzeit auf den Verkauf von Cresemba, einem Medikament gegen Pilzinfektionen, in Deutschland, Italien, dem Vereinigten Königreich, Frankreich, Österreich und der Schweiz. Zudem erhält es Lizenzgebühren aus Verkäufen in den USA. Ergänzend wird das Antibiotikum Zevtera/Mabelio in weiteren europäischen Spitälern vermarktet. Aus den Markteinführungen des Pilzmedikaments und des Antibiotikums resultieren die gestiegenen Kosten für Vertrieb und Verwaltung.

Für das zweite Halbjahr hat sich Basilea vorgenommen, den Marktzugang für Cresemba und Zevtera in «wichtigen europäischen Märkten weiter zu verstärken», wie CEO Ronald Scott in der Mitteilung zitiert wird. Das Basler Biotech-Unternehmen hat sich auf Antibiotika und Medikamente gegen Pilzinfektionen sowie zur Krebstherapie spezialisiert. Diese Medikamente zielen auf das Problem zunehmender Resistenzen ab.

(sda/gku)

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