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Basel
Basilea: Mehr Umsatz, Verlust verringert

Basilea: Sitz an der Grenzacherstrasse in Basel. Keystone

Die Biopharmafirma Basilea hat im ersten Halbjahr den Umsatz deutlich gesteigert. Der Konzernverlust konnte im gleichen Zeitraum um Millionen gesenkt werden.

Veröffentlicht am 10.08.2017

Basilea erwirtschaftete in den ersten sechs Monaten einen Umsatz von 46,2 Millionen Franken, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst. Gegenüber der Vorjahresperiode mit 29,7 Millionen Franken ist dies eine Steigerung um 56 Prozent.

Der höhere Umsatz setzt sich zusammen aus deutlich gesteigerten Produktverkäufen von 9,8 Millionen Franken (Vorjahresperiode: 1,9 Millionen Franken) sowie höheren Umsätzen aus Verträgen von 31,2 Millionen Franken (Vorjahresperiode: 27,8 Millionen Franken). 0,1 Millionen Franken betrug der Umsatz aus Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen (Vorjahresperiode: Kein Umsatz).

Höherer Aufwand

In Europa stiegen die Produktumsätze mit dem Medikament Cresemba zur Behandlung von Pilzinfektionen sowie mit dem Antibiotikum Zevtera/Mabelio. Zusätzlich flossen höhere umsatzabhängige Lizenzgebühren durch US-Verkäufe von Cresemba. Dies zeige, dass Cresemba «zunehmend als wichtige Therapieoption» anerkannt wird, wie Basilea-Chef Ronald Scott in der Mitteilung zitiert wird.

Auf der Aufwandseite stiegen die Kosten von insgesamt 54,6 auf 63,9 Millionen Franken. Die Kosten für Vertrieb und Verwaltung nahmen dabei um 7,1 Millionen auf 33,9 Millionen Franken zu. Der Anstieg beruht gemäss Mitteilung hauptsächlich auf gestiegenen Investitionen in die Vermarktung von Cresemba.

Mehr Geld für Forschung

Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung stiegen zudem um 1,6 Millionen auf 26,4 Millionen Franken. Als Gründe nennt Basilea das Phase-3-Programm in den USA mit dem Antibiotikum Ceftobiprol, das in Europa unter den Markennamen Zevtera und Mabelio vertrieben wird. Zudem wird auf die Entwicklung neuer Krebsmedikamente und weitere Entwicklungsprogramme verwiesen.

Der Betriebsverlust von Basilea sank im Vergleich zum ersten Halbjahr 2016 um 28,6 Prozent auf 17,7 Millionen Franken. Der Konzernverlust ging von 27,9 auf 20,6 Millionen Franken zurück. Die liquiden Mittel und kurzfristigen Finanzanlagen werden per Ende Juni 2017 auf 253,1 Millionen ausgewiesen gegenüber 289,0 Millionen Franken per Ende 2016.  Im laufenden Jahr will sich das Unternehmen darauf fokussieren, die Umsätze aus seinen zwei vermarkteten Medikamenten zu steigern, wie es weiter heisst. Zudem solle die klinische Entwicklungspipeline weiter vorangetrieben werden. Angepasst wird der finanzielle Ausblick.

Prognosen angepasst

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Basilea gemäss Mitteilung eigene Produktverkäufe im Umfang von rund 13 Millionen Franken sowie Einnahmen durch umsatzabhängige Lizenzeinnahmen in der Höhe von rund 15 Millionen Franken. Zudem wird ein Betriebsaufwand von durchschnittlich 9 bis 10 Millionen Franken pro Monat sowie ein Betriebsverlust von rund 2 Millionen Franken pro Monat erwartet.

Zuletzt angepasst hatte Basilea die finanziellen Prognosen im Juni. Damals schloss das Unternehmen einen Lizenzvereinbarung mit dem US-Pharmaunternehmen Pfizer für die Herstellung und den Vertrieb von Cresemba in Europa – mit Ausnahme der nordischen Ländern –, Russland, der Türkei und Israel ab. Nach dem formellen Abschluss der Transaktion werden Cresemba-Verkäufe nun durch Pfizer verbucht.

(sda/ise)

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