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Biopharma
Basilea nähert sich der Gewinnzone

Basilea
Basilea: 2017 markant besser als im Vorjahr.Quelle: Keystone

Das Basler Pharmaunternehmen hat 2017 Fahrt aufgenommen. Der Verlust konnte dank mehr Umsatz um zwei Drittel reduziert werden.

Veröffentlicht am 27.02.2018

Das Biopharmaunternehmen Basilea hat 2017 Fahrt aufgenommen in Richtung Gewinnzone: Dank höheren Umsätzen mit ersten eigenen Medikamenten und Lizenzgebühren legte der Gesamtumsatz um die Hälfte zu. Der Verlust sank um zwei Drittel und die liquiden Mittel wuchsen.

Den Umsatz im vergangenen Jahr bezifferte das Unternehmen mit Sitz in Basel am Dienstag auf 101,5 Millionen Franken. Das bedeutet eine Steigerung um 54 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der gesamte Aufwand legte gleichzeitig um 5 Prozent zu auf 115,7 Millionen. So blieb ein operativer Verlust von 14,1 Millionen - 68 Prozent unter dem Vorjahr.

Unter dem Strich weist Basilea einen Konzernverlust von 19,4 Millionen Franken aus, was einer Verbesserung um 62 Prozent entspricht. Zudem gelang es 2017, operativ von einem starken Netto-Kapitalabfluss auf einen Zufluss umzustellen. Liquidität und Finanzanlagen stiegen um 7,5 Prozent auf 310,7 Millionen.

Produktverkäufe mehr als verdoppelt

Die eigentlichen Produktverkäufe wurden mehr als verdoppelt, von 7,1 auf 16,3 Millionen Franken. Dazu kommen Lizenzgebühren für Cresemba in ähnlicher Dimension. Insgesamt stieg der Umsatz aus Verträgen um 28 Prozent auf 74 Millionen. Basilea verfügt über Vertriebs- und Lizenzvereinbarungen für bereits über 40 Länder.

Zu den guten Zahlen beigetragen hat auch, dass zwar Forschung und Entwicklung erneut mehr kosteten, gleichzeitig aber der Vertriebs- und Verwaltungsaufwand gesenkt werden konnte. Für 2018 hofft Basilea, den Umsatz auf 110 bis 115 Millionen Franken zu steigern und bei einem Betriebsverlust von 10 bis 20 Millionen zu bleiben.

Basis für die Fortschritte ist die Nachfrage nach den ersten beiden Basilea-Medikamenten, dem 2016 auf den Markt gebrachten Cresemba zur Behandlung von schweren Pilzinfektionen und dem Antibiotikum Ceftobiprol, das in Europa unter den Markennamen Zevtera und Mabelio verkauft wird.

Einige Medikamente in der Pipeline

Studien für Ceftobiprol-Zulassungsanträge im lukrativen US-Markt sind derweil erst unterwegs. Basilea will seine beiden Medikamente auch noch weltweit auf weitere Märkte bringen und arbeitet dazu an Studien. Für das Geschäftsfeld Onkologie - insbesondere Hirntumore und Hautkrebs - stehen zwei Wirkstoffe in früheren Studien-Phasen.

Gemäss dem am Dienstag publizierten Jahresbericht 2017 stehen insgesamt 392,6 Millionen Franken an Verbindlichkeiten in den Büchern; das sind 8 Prozent mehr als im Vorjahr. Basilea beschäftigte Ende Jahr rund 230 Angestellte.

Das Biopharmaunternehmen war im Jahr 2000 als Spin-Off des Pharmariesen Roche entstanden. Seit März 2004 ist es an der Schweizer Börse kotiert.

(sda/gku)

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