Basilea Pharmaceutica hat im ersten Halbjahr 2015 nach eigener Einschätzung wichtige Meilensteine erreicht. Finanziell resultierte für das Basler Biotech-Unternehmen unter dem Strich aber ein deutlich höherer Konzernverlust von 30,1 Millionen Franken (VJ 19,4 Millionen), wie dem Halbjahresergebnis zu entnehmen ist.

Basilea konnte im Berichtszeitraum insgesamt einen Umsatz von 25,0 Millionen Franken (VJ 20,3 Millionen) erwirtschaften. Gleichzeitig erhöhte sich der Betriebsaufwand auf 55,0 Millionen Franken nach 39,8 Millionen im Vorjahr und führte zu einem Betriebsverlust von 30,0 Millionen Franken (VJ 19,5 Millionen).

«Signifikante Meilensteine»

Der Nettokapitalabfluss aus operativer Geschäftstätigkeit lag im ersten Halbjahr bei 19,3 Millionen Franken, nach einem Abfluss von 44,9 Millionen im Vorjahr. Die Verbesserung war laut den Angaben im Wesentlichen auf Meilensteinzahlung von Astellas in Höhe von 30,0 Millionen Franken aufgrund der Erteilung der Marktzulassung für Isavuconazol in den USA zurückzuführen. Die liquiden Mittel und kurzfristigen Finanzanlagen werden per Ende Juni 2014 mit 218,4 Millionen ausgewiesen gegenüber 226,1 Millionen per Ende 2014.

Man habe im bisherigen Jahresverlauf «signifikante Meilensteine» erreicht, schreibt Basilea. So erhielt das Antimykotikum Isavuconazol die US-Zulassung und wurde zur Behandlung der invasiven Schimmelpilzinfektionen Aspergillose und Mukormykose unter dem Handelsnamen Cresemba vom Astellas Pharma in den USA lanciert. Das Unternehmen wartet nun einen Entscheid der Europäischen Kommission zur Zulassung von Isavuconazol bei denselben Indikationen.

Antibiotikum Zevtera in Europa lanciert

Das Antibiotikum Zevtera/Mabelio (Ceftobiprol) ist derzeit laut den Angaben in vier europäischen Märkten lanciert: Deutschland, Frankreich, Italien und Grossbritannien. Die Markteinführung in Spanien ist für Ende 2015 oder Anfang 2016 geplant. Man sei in Gesprächen mit potenziellen Partnern für weitere Territorien, einschliesslich der USA, heisst es.

Basilea geht ausserdem davon aus, dass die Zevtera-Verkäufe nach Abschluss der Markteinführungen in den einzelnen Ländern stetig zunehmen werden; und zwar in dem Masse, wie Spitäler Erfahrung mit dem Antibiotikum sammeln und dessen Einsatz zur Routinetherapie werde, wie Chief Commercial Officer David Veitch in der Mitteilung sagt. Zevtera addressiere als neue Option für die primäre Antibiotikatherapie einen wichtigen medizinischen Bedarf.

Für das Geschäftsjahr 2015 erwartet Basilea weiterhin einen durchschnittlichen Betriebsaufwand von rund 9 Millionen Franken pro Monat. Der durchschnittliche Betriebsverlust wird auf rund 4-5 Millionen Franken pro Monat geschätzt.

(awp/dbe/ama)

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