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Basilea schreibt rote Zahlen – Aktie steigt

Blick auf den unspektakulären Firmensitz in Basel. (Bild: Keystone)

Das Pharmaunternehmen Basilea hat im vergangenen Jahr weniger Umsatz erzielt und schreibt weiter Verluste. Trotzdem zeigen sich die Anleger erfreut.

Veröffentlicht am 07.02.2013

Das Pharmaunternehmen Basilea hat im vergangenen Geschäftsjahr erneut einen Verlust eingefahren. Mit 53 Millionen Franken fiel dieser allerdings geringer aus als im Vorjahr, als ein Minus von 57,6 Millionen Franken in den Büchern stand.

Der Betriebsverlust konnte die Firma mit 50,8 Millionen Franken ebenfalls eindämmen (Vorjahr 57,3 Millionen Franken). Der Betriebsertrag lag allerdings mit 58,3 Millionen Franken rund 8,5 Millionen Franken unter jenem des Vorjahres, wie Basilea bekannt gab. Dies sei hauptsächlich auf eine kürzere Verkaufsperiode des Handekzem-Medikaments Toctino zurückzuführen.

Basilea hat im Sommer 2012 die Rechte des Medikaments an die GlaxoSmithKline-Tochter Stiefel verkauft und deshalb deutlich weniger Produktumsatz erzielt (20,2 Millionen Franken bis Juli 2012, im Vorjahr 66,8 Millionen Franken). Toctino ist laut Basilea in 14 Ländern erhältlich und in 15 weiteren Ländern zugelassen.

Toctino wurde verkauft, weil sich Basilea auf Anti-Infektiva und Onkologie konzentrieren will. Der bis 2018 laufende Toctino-Deal bringt Mittel für die teuren klinische Phasen der Pipeline mit derzeit vier Haupt-Wirkstoffen - neben Toctino hat Basilea noch kein weiteres Medikament auf den Markt gebracht.

Eine dieser klinischen Studien wurde 2012 abgeschlossen - und zwar jene für den oralen Wirkstoff Alitretinoin. Dies hat die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen positiv beeinflusst. Die Aufwendungen beliefen sich auf insgesamt 58,9 Millionen Franken, wie Basilea weiter mitteilte. Im Vorjahr waren es 70 Millionen Franken gewesen.

Der Netto-Kapitalzufluss aus operativer Tätigkeit betrug 2012 148,2 Millionen Franken. Der Löwenanteil fällt auf die Abschlagszahlung in der Höhe von 142 Millionen Franken aus der Toctino-Vereinbarung mit Stiefel. Im Jahr davor verzeichnete Basilea einen Kapitalzufluss von 82,4 Millionen Franken.

Die Anleger reagierten erfreut auf die Zahlen. Der Kurs der Basilea-Aktien stieg bis 12 Uhr um 2,4 Prozent. Der Gesamtmarkt, gemessen am Swiss Performance Index (SPI), lag derweil 0,3 Prozent im Minus.

(vst/chb/sda)

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