Drei in den Basler Rheinhäfen tätige Unternehmen planen für bis zu 20 Millionen Euro eine neue Terminalanlage im Nachbarhafen Weil am Rhein (D). Auslöser ist laut einer Mitteilung der bis 2029 drohende Wegfall von Anlagen am Hafenbecken 1 des Basler Hafens Kleinhüningen, wo ein neues Stadtquartier entstehen soll.

Der neue trimodale Terminal solle die wegfallende Umschlagskapazität des Hafenbeckens 1 in Basel ersetzen und zudem den ansteigenden Containerverkehr bewältigen können, teilten die Firmen Swissterminal, Ultra-Brag und Danser Schweiz am Mittwoch mit. Am Dienstag hätten sie den Gemeinderat von Weil über das Vorhaben informiert.

Für jährlich bis zu 100'000 Container-Einheiten

Die Swissterminal betreibt eine Terminalanlage auf dem Westquai am Hafenbecken 1 des Basler Rheinhafens Kleinhüningen. Wegen der Stadtentwicklungspläne der Basler Regierung habe sie einen Alternativstandort gesucht. Die Reedereien Ultra-Brag und Danser hätten sich als Partner angeschlossen.

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Entstehen soll ein neuer Terminal mit einer Umschlagskapazität von 100'000 Container-Transporteinheiten (TEU) jährlich. Die Investition soll 15 bis 20 Millionen Euro betragen. Der vorgesehene Standort liegt im rheinabwärts an den Hafen Kleinhüningen anschliessenden Hafen von Weil neben einem seit 1998 bestehenden Container Center direkt am Rheinufer.

Kooperationen stellen den Anschluss an Verkehrswege sicher

Gebaut werden könne allerdings nur, wenn die Verkehrserschliessung gelöst werden könne, wird in der Mitteilung ein Vertreter der Rheinhafengesellschaft Weil am Rhein zitiert. Die Geleise der Hafenbahn führen bereits am Baugrundstück vorbei. Noch geprüft werden muss indes ein Anschluss an die deutsche Autobahn A5.

Das Terminalprojekt solle nun in Zusammenarbeit mit den Weiler Behörden und der Hafenbetreiberin weiterentwickelt werden, heisst es weiter. In den Planungsprozess einbezogen werden sollen auch die Schweizer Behörden. Über die nötigen gesetzlichen Anpassungen müsse am Ende der Gemeinderat von Weil entscheiden.

(sda/lur/me)