Die Einigung der Basler Kantonalbank (BKB) mit den deutschen Behörden im Steuerstreit hat Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit. Die BKB lasse nur noch «steuerehrliche Neukunden aus wenigen Kernmärkten» zu, schreibt die Bank.
Die im Jahr 2011 ergriffene und konsequent umgesetzte Weissgeldstrategie sei eine wichtige Voraussetzung zur raschen Bereinigung der Situation im Zusammenhang mit deutschen Kunden gewesen, heisst es in der Medienmitteilung vom Donnerstag weiter.

Im Zuge dieser Strategie sei auch die Geschäftstätigkeit geographisch stark eingeschränkt worden. Die Einigung mit den deutschen Behörden stelle den «letzten Schritt» in der Umsetzung dieser Strategie dar. Die Vereinbarung umfasse die Bank und ihre Mitarbeitenden, betonte die BKB.

Zahlung an Deutschland

Durch die erzielte Einigung vermindert sich der erwartete Geschäftserfolg im Stammhaus und im Konzern per Ende Juni um den an die deutschen Behörden zu zahlenden Betrag. Aufgrund eines bereits kommunizierten Beteiligungsverkaufs werde jedoch voraussichtlich ein Halbjahresgewinn auf Vorjahreshöhe erzielt. Der Halbjahresergebnis soll wie geplant am 23. Juli publiziert werden.

Als erste inländische Bank und als viertes Schweizer Institut hat sich die BKB im Steuerstreit mit Deutschland geeinigt. Die Bank zahlt einmalig 38,6 Millionen Euro.

(sda/me)


 

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