Die Jumbo-Märkte starten ein grosses Ökoprogramm. Bei möglichst vielen Produkten wollen sie den Kunden eine ökologische Alternative anbieten, seien es Produkte mit einem Energy Label, um Strom und Wasser zu sparen, seien es solche mit einem FSC Label für Holzarten, die garantiert keine Produkte aus Raubbau offerieren, oder dem Label Natureplus für nachhaltiges Bauen. Offiziell will Jumbo noch keine Details bekannt geben. Peter Stefani, verantwortlich für Nachhaltigkeit bei Jumbo, bestätigt aber Recherchen der «Handelszeitung».
Damit setzt Jumbo voll auf die Ökoschiene und möchte sich damit profilieren. Denn in der im vergangenen Frühling erschienenen WWF-Studie zum Rating der Baummärkte in der Schweiz lag Jumbo im Mittelfeld und erzielte nach Migros und Coop nur das drittbeste Resultat. Mit der forcierten Ökoschiene will Jumbo sich verbessern und damit auch mehr Kunden, die den Umsatz steigern, in die Läden locken.

*Mehr ausländische Anbieter*
Die Jumbo-Markt AG, eine Tochter der Maus Frères Holding, muss sich im Verdrängungsmarkt behaupten. Immer mehr ausländische Marktteilnehmer drängen in die Schweiz, wie etwa die Deutschen Heimwerker-Spezialisten Bauhaus oder Hornbach. «Wir verteidigen unsere Position vor allem gegen die neue Konkurrenz», sagt Claude Lewin, CEO der Jumbo Markt AG. Er schätzt den Gesamtmarkt auf 4 bis 5 Mrd Fr. Dabei wird der Verdrängungswettbewerb mit Verschiebung auf die Grossflächen immer härter. Trotzdem ist Lewin zuversichtlich: «Der Umsatz von Jumbo liegt dieses Jahr leicht über Vorjahr.» Am 25. September 2007 soll die 40. Jumbo-Filiale in Suhr eröffnet werden und nächstes Jahr eine weitere in Conthey (VS). Mit der Nachhaltigkeitsinitiative hofft Lewin einen guten Trumpf gegen Mitbewerber in der Hand zu halten.

Anzeige