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Baumeisterverband im Visier der Wettbewerbshüter

Die Weko büsste im Aargau 17 Firmen wegen Preis- und Marktabsprachen. (Bild: Keystone)

Erst knöpfte sich die Weko Aargauer Baufirmen vor, jetzt gerät der Schweizerische Baumeisterverband ins Visier der Wettbewerbshüter. Besonderes Interesse bekunden die Weko-Experten an dessen Internetp

Von Benita Vogel
am 18.01.2012

Die Untersuchung der Wettbewerbskommission (Weko) gegen das Aargauer Tiefbaukartell hat Folgen. Jetzt wollen die Wettbewerbshüter das Verbandsorgan der Baufirmen ins Visier nehmen. «Wir starten voraussichtlich eine Vorabklärung gegen den Schweizerischen Baumeisterverband SBV», bestätigt Sprecher Patrik Ducrey gegenüber der «Handelszeitung». Das Sekretariat der Weko werde demnächst darüber entscheiden.

Der Verband betreibe eine Internetplattform, auf der die Bauunternehmen jedes Bauprojekt erfassen, bei dem sie eine Offerte eingeben wollen, so die Weko. Der Eintrag ist zwar nicht mehr Pflicht wie früher – doch die Baumeister seien im Wettbewerbsreglement des SBV nach wie vor gehalten, die Teilnahme an der Submission zu melden.

«Die Meldeplattform des SBV stellt wichtige Informationen zur Verfügung, welche sich direkt auf die Intensität des Wettbewerbs auswirken können», sagt Ducrey. So seien bei der Untersuchung im Kanton Aargau unzählige Zusammenstellungen gefunden worden, die von der Meldeplattform heruntergeladen und ausgedruckt worden waren. Die Weko büsste im Aargau 17 Firmen wegen Preis- und Marktabsprachen.

SBV-Vizedirektor Martin A. Senn sagt, das Wettbewerbsreglement sei von der Weko offiziell abgesegnet worden. «Im Herbst 2011 ist es von der Delegiertenversammlung aufgehoben worden, weil es sich überlebt hat.»

Mehr zum Thema finden Sie in der neuen Ausgabe der «Handelszeitung», ab Donnerstag am Kiosk.

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