Neue Medikamente und starke Pflanzenschutzgeschäfte wecken bei Bayer die Zuversicht. Der deutsche Pharma- und Chemiekonzern hob am Donnerstag seine Jahresprognose an.

Für 2014 erwartet das Unternehmen jetzt einen Konzernumsatz von etwa 42 Milliarden Euro. Bisher hatte Bayer-Chef Marijn Dekkers rund 41 Milliarden Euro in Aussicht gestellt.

Börsengang des Kunststoffgeschäfts

Den bereinigten operativen Gewinn (Ebitda) will der Konzern nun im mittleren einstelligen Prozentbereich steigern. Bisher peilte er einen prozentual niedrigen bis mittleren einstelligen Zuwachs an. Das Management bekräftigte zudem seine Pläne für einen Börsengang des Kunststoffgeschäfts.

Bayer profitiert unter anderem davon, dass die Währungsbelastungen beim Ergebnis 2014 noch 450 Millionen Euro ausmachen sollen statt der bislang erwarteten 550 Millionen Euro. Zudem brachte Bayer kürzlich den milliardenschweren Kauf der Gesundheitspräparate-Sparte von Merck & Co in trockene Tücher.

Anleger sind erfreut

Das Geschäft, zu dem etwa Coppertone-Sonnencreme und das Allergiemittel Claritin gehören, soll nun im vierten Quartal 300 bis 350 Millionen Euro Umsatz und einen bereinigten operativen Gewinn von etwa 70 Millionen Euro beisteuern.

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Bei Anlegern konnte der Aspirin-Hersteller mit seinem Quartalsbericht punkten: Die Bayer-Aktie gewann rund drei Prozent und zählte damit zu den grössten Gewinnern im deutschen Leitindex Dax.

Gewinn lag über den Erwartungen

Bayer steigerte im dritten Quartal seinen um Sondereffekte bereinigten operativen Gewinn (Ebitda) um 1,4 Prozent auf 2,01 Milliarden Euro. Analysten hatten mit 1,96 Milliarden Euro gerechnet.

Der Gewinn kletterte um 12,7 Prozent auf 826 Millionen Euro. Bayer setzte von Juli bis September 10,19 Milliarden Euro um, ein Plus von 5,6 Prozent.

(sda/gku)