Neue Medikamente und eine kräftige Nachfrage in der Agrochemie schieben die Geschäfte von Bayer zur Jahresmitte an. Dabei musste der Leverkusener Konzern allerdings ungünstige Wechselkurse verdauen. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sei im zweiten Quartal vor Sondereffekten um 1,0 Prozent auf 2,22 Milliarden Euro gestiegen, teilte das Pharma- und Chemieunternehmen am Mittwoch mit. Analysten hatten mit 2,31 Milliarden Euro mehr erwartet. Bayer setzte von April bis Juni 10,46 Milliarden Euro um - ein leichtes Plus von 0,9 Prozent. Unter dem Strich blieb ein Überschuss von 953 Millionen Euro, 13,3 Prozent mehr als vor Jahresfrist.

Konzernchef Marijn Dekkers passte wegen des anhaltend starken Euro den Geschäftsausblick für das Gesamtjahr an: Bayer rechnet nun mit einem Umsatz von 41 Milliarden Euro. Bisher wurden 41 bis 42 Milliarden Euro erwartet. Der bereinigte operative Gewinn soll 2014 wie bisher um eine untere bis mittlere einstellige Prozentzahl zulegen. Bayer erwartet aber nun Belastungen durch den starken Euro von 550 Millionen Euro.

(reuters/lur)