Der deutsche Pharma- und Chemiekonzern Bayer hat einen überraschend guten Jahresstart hingelegt: Unter dem Strich verdiente Bayer 684 Millionen Euro im Vergleich zu 631 Millionen im Vorjahr. Der Konzernumsatz legte um 13,2 Prozent auf 9,42 Milliarden Euro zu.

Zum starken Jahresauftakt hätten alle drei Teilkonzerne beigetragen, erklärte Konzernchef Marijn Dekkers bei Vorlage des Quartalsberichts. Besonders erfreulich sei der Saisonstart für die Pflanzenschutzsparte CropScience gewesen. Im Kunststoffgeschäft profitierte Bayer von der guten Konjunktur.

Optimistisch für Gesamtjahr

Im Gesamtjahr will Bayer nun den Umsatz, der 2010 um 13 Prozent auf den Rekordwert von 35,1 Milliarden Euro geklettert war, um Währungseinflüsse und um Zu- und Verkäufe bereinigt um fünf bis sieben Prozent verbessern. Bisher wurde ein Plus von vier bis sechs Prozent angepeilt.

Der bereinigte operative Gewinn soll von 7,1 Milliarden im vergangenen Jahr nun auf über 7,5 Milliarden Euro steigen. Bisher hatte Dekkers einen operativen Gewinn in Richtung 7,5 Milliarden Euro in Aussicht gestellt.

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Pflanzenschutz gefragt

Vor allem vom Pflanzenschutzgeschäft erwartet sich Bayer bessere Geschäfte. Die Sparte profitiere von den zurzeit sehr hohen Preisen wichtige Agrarerzeugnisse wie Soja, Weizen oder Mais: Das kurbelt die Nachfrage nach Pestiziden an.

Im der Gesundheitssparte HealthCare profitierte der Aspirin-Hersteller von einer guten Nachfrage nach verschreibungsfreien Gesundheitsprodukten. Gegenwind kam im Pharmageschäft von der Generikakonkurrenz bei den Verhütungsmitteln Yaz und Yasmin.

(laf/sda/awp)