Die Schlagzeilen stammen zwar von Anfang April – und sind doch schon wieder aktuell: «Harry, lös schon mal das Ticket» («Sonntagszeitung») oder «Hohmeister auch weg? Der Swiss kommen die Chefs abhanden» («20 Minuten») könnten nach Bekanntwerden des Abgangs von Lufthansa-CEO Christoph Franz und seinem neuen Präsidentenamt bei Roche auf nächsten Juni so übernommen werden.

Swiss-Chef Hohmeister war im Frühjahr 2013 in die Lufthansa-Geschäftsleitung berufen worden – und hat seitdem eine eigens geschaffene Stelle neben der Aufgabe als Swiss-CEO inne.

Steckt ein Plan dahinter?

Mit heutigem Wissensstand liegt die Vermutung nahe, dass Hohmeister mit diesem Schachzug für die Nachfolge von Franz in der Lufthansa-Konzernzentrale in Position gebracht wurde. Dass ein interner Nachfolger das Rennen machen wird, ist wahrscheinlich. Auch weil die Suche laut Christoph Franz nicht übermässig lang dauern werde. 

Würde Hohmeister – wie einst im Jahr 2009 bei der Swiss – auch bei der Lufthansa den Posten von Franz erben, müsste die Schweizer Fluggesellschaft einen neuen Chef suchen.

Abgang verkraftbar

Der Präsident der Luftfahrtgewerkschaft SEV-GATA, Nationalrat Philipp Hadorn, lässt sich zur Spekulation eines möglichen Wechsels von Hohmeister an die Spitze der Lufthansa kurz und knapp vernehmen: «Aus gewerkschaftlicher Sicht wäre ein Verlust von Hohmeister als Swiss-CEO verkraftbar.»

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Die Spekulation über eine erneute Rochade an der Swiss-Spitze lässt zumindest in der Politik viele verstummen. Erst einmal abwarten und schauen was sich entwickelt, lautet der breite Tenor in einer Umfrage von handelszeitung.ch.