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Behörde verdonnert WhatsApp zu Millionenstrafe

Whatsapp: Für unfaire Nutzungsbedingungen kritisiert.   Keystone

Italienische Wettbewerbshüter haben WhatsApp eine Strafe von drei Millionen Euro aufgebrummt. Im Streit geht es um die Weitergabe von Nutzergaben an den Mutterkonzern Facebook.

Veröffentlicht am 12.05.2017

Im Streit über die Weitergabe persönlicher Daten haben italienische Wettbewerbshüter dem Messagingdienst WhatsApp eine Strafe von drei Millionen Euro aufgebrummt. Mit der App habe man Kunden im Glauben gelassen, sie könnten den Dienst nur weiternutzen, wenn ihre Daten an den Mutterkonzern Facebook übermittelt würden, kritisierte die Behörde. Zudem seien die Nutzungsbedingungen der Firma in mehreren anderen Punkten unfair gewesen.

Die Behörde hätte eine Strafe von bis zu fünf Millionen Euro verhängen können. WhatsApp selbst reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage. Der Austausch von Nutzerdaten zwischen WhatsApp und Facebook sorgt auch in Deutschland für Streit. So entschied das Hamburger Verwaltungsgericht im April, dass der US-Konzern keine personenbezogenen Daten von deutschen WhatsApp-Nutzern verwenden darf. Facebook hatte das Unternehmen im Jahr 2014 übernommen. Viele Smartphone-Besitzer nutzen WhatsApp als kostenlosen Ersatz für SMS-Botschaften.

(reuters/cfr/chb)

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